Was bleibt, wenn jemand geht?
Shownotes
#10 Kinder, die im Wirtshaus aufgewachsen sind, können oft leichter oder schneller mit Menschen in Kontakt treten. Kinder, deren Eltern eine Sportart betreiben und regelmäßig ausüben, fangen oft mit demselben Sport an.
Aber wie ist das aufwachsen, wenn deine Mama eine Bestattung führt?
Welche Gespräche führen wir oft zu spät?
Oder warum können wir mit körperlichen Schmerz besser umgehen als mit emotionalen?
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00:00:08: Hi, ich bin Helene und ich freue mich, dass du wieder eingeschaltet hast.
00:00:13: Bevor wir in das heutige Kapitel starten möchte ich noch eine schwäge Warnung aussprechen – es wird über den Beruf der Bestatterin gehen und damit sprechen wir auch über den Tod.
00:00:23: Achte auf dich während des Hörens oder höre das Kapitel wenn nötig mit einer Vertrauensperson!
00:00:29: Es gibt Themen die uns alle betreffen, über die aber kaum gesprochen werden….
00:00:34: Ich denke, was fast jeder jemanden kannte, der schon gestorben ist... Der Tod ist eines der wenigen Dinge, die wirklich jeden treffen kann.
00:00:42: Und trotzdem wird das Thema oft so behandelt als würde es nur anderen passieren.
00:00:48: Hol dir einen Tee oder Kaffee und machst dir gemütlich!
00:00:51: Ich wünsche dir viel Spaß beim folgenden Kapitel.
00:00:55: Hannah ist neun Jahre alt.
00:00:57: Es ist Abend und sie ist gerade dabei sich fürs Bett fertig zu machen, als ihrem Mama ihren Kopf ins Zimmer steckt.
00:01:04: Hi ich muss da schnell eine Abholung fahren – es ist jemand gestorben.
00:01:08: Wenn etwas ist, kannst du Oma und Opa anrufen.
00:01:11: Für Hannah ist es eine ganz normale Situation – sie ging unbesorgt ins Bett!
00:01:16: Okay aber warum ist für ein neunjähriges Kind das eine normale Reaktion?
00:01:22: Kinder die im Wirtshaus aufgewachsen sind, sind oft extrovertiert und können leichter oder schneller mit Menschen in Kontakt kommen.
00:01:30: Kinder deren Eltern eine Sportart betreiben und diese regelmäßig aushören fangen oft mit denselben Sport an.
00:01:38: Das liegt daran, dass wir als Kinder uns viel von den Menschen um uns herum anschauen und viel davon lernen und in uns aufnehmen.
00:01:46: Aber wie ist das Aufwachsen wenn deine Mama in zweite Generation eine Bestattung führt?
00:01:52: Ich bin eigentlich ganz normal aufgewachsen.
00:01:54: ich muss gleich erst am Anfang dazu sagen die Bestattungen gehört meiner Mutter.
00:01:58: also mein Papa ist da gar nicht dabei
00:02:01: Und
00:02:02: ich bin eigentlich auch größter als mit meiner Mutter meine Großottern mittelicherseits aufwachsen.
00:02:08: Deswegen, es war irgendwie immer so normal.
00:02:11: Meine Großeltern haben mit dem angefangen, also mein Oma, ich glaube, siehmer, sechzig, neunzehn, sehmer und sechzwanzig, wenn ich nicht lieg.
00:02:18: Und meine Mama hat das einfach übernommen und das war einfach so normal immer.
00:02:21: Weil wenn du was hast wie eine Bäckerei oder ein Wirtsersaust, wird halt darüber geredet, was gibt, ob so etwas geht, was können wir dann noch machen?
00:02:26: Bei uns war's einfach immer so ja wer ist denn gerade gestorben?
00:02:28: und keine Ahnung und ah des!
00:02:32: Das war bei uns einfach so Normal.
00:02:33: Also mittags die Schwachheit, genau das ist ein Thema und deswegen bin ich einfach da so normal einig wachsen.
00:02:39: Es war für mich jetzt nie so ein Thema wo ich mir dann dachte okay das ist irgendwie komisch oder anders oder nicht normal was halt befür andere hat denn der Fall ist weil viel.
00:02:48: also du bist bestattet in Aux, okay?
00:02:50: Ja traurig!
00:02:54: Ihre Mama hat ihr den Tod nie erklärt.
00:02:56: sie ist damit aufgewachsen.
00:02:58: Hannah hat selbst auch nie nachgefragt oder mehr darüber nachgedacht.
00:03:02: Es war einfach immer da und ganz selbstverständlich.
00:03:06: Als Kind wollte sie immer Prinzessin werden, nach dem Berufswunsch Bäckerin und Anwältin folgte ab der siebten Klasse Bestatterin.
00:03:14: Hannah ist gut im Organisieren und wollte mit Menschen arbeiten.
00:03:18: Für Sie kam ein Beruf im Gesundheitswesen aber nicht in Frage – sehr größer Respekt für diese Arbeit als sie sagt?
00:03:25: Das könnte ich nicht!
00:03:27: Was lustig ist, weil die meisten denen sie heute erzählt dass sie Bestattern reagieren mit?
00:03:32: Das könnte ich
00:03:33: nicht.".
00:03:34: Nach dem Gymnasium fing Hannah an, bei ihrer Mama zu arbeiten.
00:03:38: In Österreich ist es etwas schwer diesen Beruf zu ergreifen – es gibt keine Lehre, kein Studium oder keinen Praktikum in diesem Sinne.
00:03:46: Kurzer Exkurs folgen das gilt nur für Österreich!
00:03:49: In Deutschland gibt es eine geregelte Lehre für diesen Beruf.
00:03:53: Du musst zwei Jahre Vollzeit in einem Bestattungsbetrieb gearbeitet haben.
00:03:58: Die benötigen Kenntnisse und Fertigkeiten werden betriebsintern erklärt und erlernt.
00:04:04: Nach zwei Jahren darfst du zur Befehlungsprüfung antreten – diese ist erforderlich, wenn du einmal ein Betrieb führen willst!
00:04:12: Die Prüfung besteht aus vier Modulen für deren Vorbereitung es jeweils einen Ausbildungskurs gibt.
00:04:19: Das erste Modul ist eine mindestens vierstündige fachliche schriftliche Prüfungen.
00:04:24: Dort wird zum Beispiel die Fachkunder-Organisation Fachpsychologie, Kalkulation und Rechtskunde abgefragt.
00:04:32: Das zweite Modul ist eine mündliche Prüfung in der die Gegenstände Fach- und Wirtschaftskunder-, Rechtskunder- und Hygiene abgefragt wird.
00:04:41: Das dritte Modul isst eine praktische Prüfungen.
00:04:44: dabei werden auch die Gründe für eine Versagung also der Ablehnung von besonderen Bestattungswünschen geprüft.
00:04:51: Genauso wir das Herrichten eines Sages und die hygienische Totenversorgung geprüfte.
00:04:56: Weiters werden auch die Grundsätze der TANOTOPRAXI abgefragt.
00:05:01: Unter TANotopraxi versteht man die hygienische und ästhetische Behandlung von Verstorbenen, dazu gehört zum Beispiel das Einballsamieren und die Rekonstruktion nach Unfällen um eine Abschiednahme am offenen Sarg zu ermöglichen.
00:05:16: Und das Viertelmodul ist eine klassische Unternehmerprüfung.
00:05:20: Exkurs ändert.
00:05:22: Hannah arbeitet jetzt seit zwei Jahren und fünf Monaten als Bestatterin.
00:05:27: Im Februar hat sie die Prüfung vom vierten Modul erfolgreich absolviert, und in den nächsten Monaten wird sie die Kurse für andere Module der Reihenfolge nachbelegen und absolvieren.
00:05:39: Hannahs Tagesablauf ist wochen- und tagesabhängig.
00:05:43: Es gibt Tage an denen nur Büroarbeit ansteht – zum Beispiel Rechnungen um Paatezettel schreiben Buchhaltung oder sie arbeitet am Gedenkbuch weiter.
00:05:52: Dann gibt es Tage, wo ein Begräbnis zum nächsten folgt und sie nur unterwegs ist.
00:05:58: Andere Tage sind mit Erstgesprächen gefüllt.
00:06:01: Wenn eine Überführung ansteht vergeht ein Tag mal schnell neu im Auto.
00:06:05: Eine Überführungen wird benötigt wenn jemand stirbt der zB in Wien gelebt hat aber aus Neumarkt kommt und dort begraben werden möchte.
00:06:14: In diesen Fällen rufen sich die beiden Bestatter an und machen aus wer die überführung durchführt.
00:06:20: Meist sind die Tage mit verschiedenen Aufgaben durchmischt.
00:06:24: Die vorhin genannten Aufgaben werden entweder von Hannah oder ihre Mutter erledigt, eine delegierbare Aufgabe sind die Abholungen.
00:06:33: Sie haben ein paar Pensionisten, die diese erledigen.
00:06:36: Diese wollten beim Pensionsantritt noch nicht ganz aufhören und freuen sich etwas zu tun zu haben.
00:06:43: Ich hatte bis zum Gespräch mit Hannah noch nichts mit Begräbnissen und deren Ablauf zu tun.
00:06:48: Wien ruft man an und was passiert dann?
00:06:51: Ihre erste Frage ist, wo ist die Person verstorben und welche Art vom Begräbnis soll es sein – eine Erd- oder Feuerbestattung.
00:06:59: Davon hängen alle folgenden Schritte ab!
00:07:02: Bevor ein Arzt den Tod festgestellt hat und die Person freigegeben hat dürfen Hannah und ihre Mutter nichts machen.
00:07:08: In dieser Zeit wird ihrer Sagesliste den Angehörigen geschickt damit sie sich in Falle einer Erdbestattungen einen Sarg aussuchen
00:07:16: können.".
00:07:17: Die verstorbene Person wird dann zur Kühlung zum Friedhof gebracht.
00:07:21: Jeder Friedhof hat mindestens eine Kühlkabine, bei einer Feuerbestattung gibt es einen schlichten Fichtenssack, weil dieser mit dem Körper verbrannt wird und diesen Fall wird die verstorbende Person in das nächste Krimatorium gefahren Wenn eine Person im Krankenhaus verstorben ist kann diese noch eine Weile in der Kühling bleiben Und die Angehörigen haben somit mehr Zeit sich mit Hannah in Ruhe zusammenzusetzen.
00:07:48: Als Hanno-Ninzehn Jahre alt war, hat sie ihren ersten Verstorbenen gesehen.
00:07:53: Mit der Zeit wurde es zum Alltag.
00:08:02: Am Anfang ist es nicht so drastischer unterschirrt, aber du weißt was im Hinterkopf immer so.
00:08:13: Und ich glaube das ist das wo man sich einfach dann immer kurz so schreckt und ich glaube bis heute habe ich einen ganz kurzen Moment wo ich mir denke, ah!
00:08:21: Und dann ist es ganz normal.
00:08:23: und dann weiß da was machen du, was machst du?
00:08:25: Was passt alles?
00:08:26: Aber es ist einfach so kurz, so eine Sekunde wo du denkst, oh ja!
00:08:31: Hannah hat aber auch schon von KollegInnen gehört dass dieser kleine Schreckmoment bleibt.
00:08:38: Wir haben den Urinstink sich vor dem Tod zu fürchten, noch in uns.
00:08:42: Und in unserer Gesellschaft ist der Tod auch ein Tabuthema über den selten geredet wird.
00:08:48: Wie gesagt, es kehrt einfach dazu und ich finde also im Beruf ist hier ganz viel Leidweinern um an Menschen, denen sie halt sehr geliebt haben.
00:08:58: Es gibt natürlich ganz viele Fützbeugängern – leider Gottes!
00:09:02: Aber ich denke mal oft, dass wir wirklich Eure Leid sind... die, was es ich leider schon zehn Jahre bettlegrig sind oder irgendwas in die Richtung, die einfach nur mehr sterben wollten.
00:09:12: Dass man sich einer erwünschen darf das sterben dürfen und dass er gut ist, wenn sie dann sterben durften.
00:09:17: Es ist immer noch traurig aber ich habe so viele Leute die sagen hey Sie haben's der Person, der so gewunschend das geht, auch weil es schon so arm war.
00:09:25: Und deswegen denke ich, dass der Tod nicht immer etwas Negatives ist ja.
00:09:28: Erhalt ganz oft einfach leid fühlts bald.
00:09:31: Aber manchmal darf man sich eine erwünsche, dass er dann soweit is dass das Mietnämmer darf.
00:09:39: Am schwierigsten war für Hannah der Anfang, sie ist sechs Monate lang nur ihre Mutter hinterher gerannt.
00:09:44: Sie konnte noch nicht viel allein machen musste daher immer an der Seite von ihrer Mutter sein und eine besondere Herausforderung war sich an den Stress bei einem Begräbnis zu gewöhnen.
00:09:56: Das sind zwei Stunden für die es sie verantwortlich ist in denen alles glatt laufen muss.
00:10:02: Für ein Begrebenes gibt es ganz viele Varianten.
00:10:05: Hannah oder ihre Mutter sind mindestens forty-fünf Minuten vorher da, um Bilder zu machen, Trauerbilder auszuteilen, Blumen zum Grab zu bringen und nochmal Rücksprache mit dem Fahrrad zu halten.
00:10:17: Bei einer Erdbestattung geht Hannah mit den Trägern vorab zum Friedhof – um noch mal zu besprechen wann und wie sie den Sarg in die Erde lassen können.
00:10:27: Traditionell gibt es einen Friedhofszug der Angehörigen und der gesamten Trauergemeinde vom Leichenhaus zur Kirche und Retour Oft mit Musikkapelle und in verschiedenen Vereinen, die in die verstorbene Person eingehört hat.
00:10:40: Wie zum Beispiel Feuerwehr, Seniorenbund, Kameradschaftsbund Jäger oder Rettung.
00:10:46: Die Aufstellung und Reihenfolge muss eingeteilt werden.
00:10:49: von Hannah In der Kirche hält Hannah in den meisten Fällen die Dankssagung und lädt im Auftrag der Angehörigen die verschiedenen Gruppen zur Zährung ein.
00:10:59: Nach der Kirche ist sie dafür zuständig, die Bilder, Kerzen, Dokumente und übrigen Trauerbilder mit ins Gasthaus zur Zehrung zu bringen.
00:11:09: Erst wenn in der Kirch- und Aufbewahrungshalle, also dem Leichenhaus alles zusammengeräumt ist, ist das Begräbnis für diesen Tag erledigt!
00:11:19: Wir gehen oft trauer und schweren Gefühlen aus dem Weg – Wenn unser Gegenüber aus tiefer Berührenheit, Trauer oder gar Verzweiflung anfängt zu weinen, können die wenigsten damit umgehen.
00:11:31: Auch ich weiß oft nicht wie man richtig reagieren soll.
00:11:34: Über körperlichen Schmerz redet man uneingeschränkt aber den seelischen schmerz anzusprechen geht man aus dem weg.
00:11:42: Also ich muss sagen da habe ich nie so ein mega problem gehabt damit weil ich mir denke wir dürfen alle reihen und bei sowas ist es total gut wenn du das ausserlassen kannst.
00:11:52: Es ist halt immer ein sehr ungünstiger Zeitpunkt, wenn es beim Bestotterrecht fühlt.
00:11:55: Weil das macht sich total arg, aber es kostet halt einfach sehr viel Zeit und wir sind halt trotz allem ... Wir sind sehr verständnisvoll und sind auch total da!
00:12:06: Aber wir sind keine Trauerbegleiter dieses Halters.
00:12:12: Aber so an und für sich ist es ja ganz normal.
00:12:15: Also wenn man jetzt wirklich eineinhalb Stunden nur durch kreist, ist das nicht sehr förderlich.
00:12:19: aber wenn wir mal kurz raten, dann ist bei uns oft so dass man denkt okay das passt jetzt.
00:12:23: Bei der Lesung zum Beispiel die Leute einen Vers vor und dann sitzt alle da und rennt und dann weißt du genau den nimmst und das passt für sie und das ist genau das was wir sie vorstellen.
00:12:32: Und das ist etwas total Positives weil dann war's das passt einfach.
00:12:37: Um die Trauern dann bestmöglich zu begleiten absolviert Hannah Gerard einen Trauerkurs.
00:12:43: Für die Angehörigen ist es am wichtigsten, einfach da zu sein.
00:12:46: Ihnen einfach zuzuhören – nicht selber ausführlich Antworten sondern ihnen Raum geben zum Reden!
00:12:54: Man sollte gar nicht so viel von sich selbst mit in die Gespräche nehmen.
00:12:58: Jeder Mensch ist individuell und geht anders mit Schmerz und Trauer um.
00:13:02: Da hilft das in den wenigsten Fällen anzufangen vom eigenen Erleben zu erzählen.
00:13:08: Manche brauchen auch eine kurze Ablenkung.
00:13:10: Am meisten kann man trauernden Angehörigen helfen, indem man ihnen Aufgaben abnimmt ohne ihnen das Gefühl zu hinterlassen etwas schuldig zu sein.
00:13:19: Hannah hat sehr selten den Drang mit den Angehöhrigen mitzuweinen und sie wäre auch im falschen Beruf wenn sie die erste wäre – die weint!
00:13:27: Aber es gibt auch Fälle, die für sie nicht einfach sind vor allem wenn es nicht um alltägliche Todesfälle geht ein Verkehrsunfall, ein Suizid oder wenn Kinder zu beerdigen sind.
00:13:40: Die Öttern, die Geschwister sind alle nur fertig.
00:13:44: Und das ist für mich einfach dieser Augekontrast wo ich auch sagen muss... Also ich bin so gar nicht anfällig für diese Sendung mit den Leuten mit rein.
00:13:52: Das bin ich nicht anfänglich und da wäre ja ein ganz falsch in dem Beruf wenn ich selber immer dazu mitrehen müsste.
00:13:58: aber da bin ich auch da gestanden und da ist man es herzübergangen weil wir so lauter haben weil die so hilflos sind.
00:14:12: In
00:14:15: diesen Fällen ist sie froh, ihre Mutter an ihrer Seite zu haben.
00:14:19: Sie arbeitet seit Jahrzehnten in diesem Beruf und kennt solche Fälle.
00:14:24: Ja, sie könnte auch mit ihren Freunden reden Aber die Situation ist doch so eigen dass der Umgang damit von jedem leichter verstanden wird Die oder der das gleiche erlebt hat.
00:14:36: Am Abend ist dir wichtig, die Arbeit, Arbeits einzulassen.
00:14:39: Da liebt sie erst zu lesen – meist taucht sie in fremde Fantasy-Welden ein und das Erlebte rückt in den Hintergrund.
00:14:48: Ihre Freunde sind mit ihr gemeinsam aufgewachsen.
00:14:51: auch für sie war es immer schon normal dass Hanna's Mama Bestatterin ist.
00:14:55: Als Hanna im Gynasium war besuchte ihre Mutter drei verschiedenen Klassen um etwas über das Thema Tod zu erzählen.
00:15:02: Heute steht das Angebot noch immer und Hannah ist ab und zu in den Schulen.
00:15:07: Sie findet es wichtig, diese Tabuthemen aufzubrechen um mit zwölf bis achtzehnjährigen darüber zu sprechen.
00:15:14: Hannah erzählt immer kurz von ihrem Beruf und welche Tätigkeiten sie zu tun hat.
00:15:19: Danach gibt sie den Kindern und Jugendlichen den Raum von ihrem Erleben zu erzählen und Fragen zu stellen.
00:15:25: Fragen die zuvor oft unbeantwortet bleiben weil daheim nicht darüber gesprochen wird.
00:15:33: Heute erzählt Hannah genauso wie ihre Freunde von ihrer Arbeit.
00:15:37: Manche beschweren sich ab und zu über ihre Arbeitskolleginnern, genau so wie sich Hannah manchmal ärgern muss – nur dass es bei ihr halt auch mal ein Pfarrer sein kann!
00:15:48: Und auch beim Feiern entstehen lustige Situationen.
00:15:50: Wenn Hannah gefragt wird was sie arbeitet stehen ihre Freunde schon freudig am Rand.
00:15:56: In den meisten Fällen kommt immer die gleiche Reaktion.
00:15:59: Was?
00:16:00: Echt?!
00:16:00: So schaust du gar nicht aus….
00:16:03: Bis jetzt findet sie die Reaktionen lustig.
00:16:05: Es gibt gleich einen guten Einstieg und man überspringt den gestellsten Smalltalk.
00:16:11: Der Beruf des Bestatters ist auch in Zukunft ein relativ sicherer Job.
00:16:16: Dennoch gibt es in der Branche ein Nachwuchsproblem Vor allem bei uns am Land haben immer mehr Betriebe keine Nachfolge im Aussicht.
00:16:26: Früher gab's Gebietsgrenzen, jeder Bestatter bekam ein Gebiet für das er zuständig war.
00:16:31: Darüber hinaus durfte er nicht arbeiten.
00:16:34: Heute ist es aufgehoben und Hannah dürfte theoretisch auch eine Bestattung in Wien durchführen, warum theoretisch?
00:16:41: Es wäre umständlich!
00:16:43: Jeder Pfarrer arbeitet etwas anders die Friedhöfe sind anders aufgebaut und der ganze Ablauf unterscheidet sich.
00:16:50: Trotz des aufgehobenen Gebietschutzes ist das heute noch so dass jede Gemeinde seinen Bestatter hat.
00:16:57: nur Grenzorte teilen sich zwei Bestatter Aber wenn einige dieser Bestattungsbetriebe nicht weitergeführt werden, wird sich das ändern.
00:17:06: In den Städten gibt es mittlerweile oft nur noch ein zwei große Bestattungsunternehmen.
00:17:11: Da aber genauso viele Leute sterben haben die Mitarbeiterinnern nicht mehr so viel Zeit für die individuelle Betreuung.
00:17:19: Das Zeit nehmen und die traurenden Menschen wirklich zu unterstützen auf dass Hannah und ihre Mutter soviel Wert legen wird mit der Zeit schwerer werden.
00:17:29: Was Anna oft erlebt, aber nicht versteht ist folgende Situation.
00:17:34: Ein Ehepaar ist seit fünfzig Jahren verheiratet.
00:17:37: Ein Partner stirbt und der andere sitzt vor ihr und hat keine Idee davon was sich der Partner gewünscht hätte.
00:17:45: Der andere Partner sitzt halt dann bei uns da, sind fuchtsig Jahre verheiredt und sie haben nie darüber geredet, was sie wünschen.
00:17:53: Und das sind diese ganz basic Sachen ob es jetzt ein Erdbegräbnis oder eine Feierbestattung wird.
00:17:58: In fuchtzig Jahre hast du noch nie drüber gerede Und das ist in meinem Kopf unverstörbar, weil ich weiß bei meiner Mutter was diggern hat.
00:18:04: Meine Mutter weiß bei mir was ich gern hab.
00:18:05: Bei meiner Oma war's jetzt und bei meiner Tante war es jetzt.
00:18:08: Weil ich das irgendwie wichtig finde dass man zumindest den Wunsch erfüllen kann aber einfach damit ich weiß was zu wollen.
00:18:15: Wo's hinkommen will... Was passieren soll mit einer?
00:18:19: Weil des kannst du einer dann geben!
00:18:22: Das find' ich voll spannend weil ich meine wenn wer ganz plötzlich verstirbt und die sind fünfzig Jahre alt denke ich mal ja das versteh ich noch Wenn du da auch so bist und fuhrst gefeiert, bist du nicht darüber geredet.
00:18:35: Ich verstehe es eifelig, dass das ein Thema ist über das nie reden möchtest.
00:18:39: Weil sie immer denken, es kommt erst irgendwann einmal.
00:18:43: Aber das irgendwann ist halt dann irgendwann
00:18:44: da.".
00:18:48: Der Tod gehört genau zum Leben dazu.
00:18:51: Wenn wir nicht über ihn reden, verdrängen wir ihn vielleicht aus unserem Bewusstsein – aber das heißt nicht, dass er uns nicht betrifft!
00:19:00: Hannah ist wichtig anderer an das Thema heranzuführen….
00:19:03: Ja, es ist schmerzhaft und kein leichtes Thema.
00:19:06: Aber den Angehörigen ist geholfen wenn sie wissen was sich jemand gewünscht hätte.
00:19:11: Und für einen selbst ist das auch ein schönes Gefühl zu wissen dass die eigene Verabschiedung so umgesetzt wird wie man es sich gewinnt hat.
00:19:21: Ich denke dass mich eine Sache noch länger begleiten wird.
00:19:25: Körperlicher Schmerz wird gesellschaftlich akzeptiert aber die wenigsten können mit emotionalen Schmerzen umgehen.
00:19:32: Wir wissen oft nicht, wie wir mit Personen umgehen sollen die trauern oder denen es gerade nicht gut geht.
00:19:39: Oft antworten wir hilflos mit Es wird alles wieder oder es wird wieder gut werden.
00:19:45: Dabei bräuchte es oft gar nicht Worte!
00:19:47: Es würde in den meisten Fällen reichen einfach da zu sein der Person zuzuhören und vielleicht noch ihr Sachen abzunehmen.
00:19:56: Was ist dein Zwischenton?
00:19:58: Hast du schon mal über das Thema nachgedacht?
00:20:00: Lass es mich hier in den Kommentaren oder auf meinen Social Media Kanälen wissen.
00:20:05: Dort findest du auch wie immer ein Kapitelpost mit Bildern und Hannas Lieblingslied.
00:20:10: Ich hoffe, dir hat das Kapitel gefallen.
00:20:12: Wenn ja, teile es mit deinen Freunden und abonniere dem Podcast und aktiviere die Glocke um kein Kapitel mehr zu verpassen!
00:20:20: Ich wünsche dir eine schöne Woche.
00:20:22: Achte auf dich und deine Mitmenschen.
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