Bilder malen. Kunst als Berufung - Teil 1
Shownotes
14 Kann wirklich jeder von uns Kunst verstehen?
Heute lernst du Claudia und Martin kennen, deren Aufwachsen und Leben nicht unterschiedlicher beginnen könnten. Und schließlich fand die Kunst einen Weg in das Leben beider und ermöglichte damit ihr gegenseitiges Kennenlernen. Wir sprechen über Zweifel, Mut, Intention, Trauer, Reisen und die Frage wie Kunst entsteht. Nicht als etwas, das nur wenige verstehen können, sondern als etwas, das alle berühren darf.
"Jeder kann Kunst verstehen. Nicht weil jeder etwas über Malerei weiß, sondern weil jeder fühlen kann."
TIPP: Du kannst die beiden persönlich kennenlernen: Am Freitag, 31.7. von 14:00 - 18:00 Uhr laden sie zur Finissage beim Pankrazhofer, Lugendorf 7, 4284 Tragwein
Oder besuche sie in einem ihrer Ateliers: Linz, Volksgartenstraße 5 oder in Bad Zell, Marktplatz 11 Claudias Homepage: https://salvee.net/ Martins Homepage: https://molda.at/
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00:00:08: Hi, ich bin Helene und ich freue mich, dass du wieder eingeschaltet hast.
00:00:12: Wir waren alle wahrscheinlich schon einmal in einem Museum – vielleicht damals mit der Schule oder irgendwann im Urlaub?
00:00:20: Ich fand Museen seines künstlerische oder auch geschichtliche eigentlich schon immer spannend!
00:00:26: Und wenn sie gut aufgebaut sind, sind sie für mich sogar richtig fesselnd und ich übersehe gerne mal dabei die Zeit.
00:00:34: Aber wenn wir ehrlich sind ist es für Kinder Jugendliche Und auch Erwachsene oft einfach nur langweilig, wenn wir das Ausgestellte nicht verstehen.
00:00:43: Wir gehen durch, blicken ab und zu auf die Bilder und schauen dass wir schnell wieder rauskommen!
00:00:50: Ich frage mich immer wieder ob das nur an der Ausstellungsgestaltung liegt oder ob es an der gezeigten Kunst liegt?
00:00:57: Kann wirklich jeder Mensch Kunst
00:00:59: verstehen?!
00:01:00: Die beiden Künstler, die du heute kennenlernen wirst würden die letzte Frage mit Ja beantworten.
00:01:06: Sie sagten etwas, das mir noch lange durch den Kopf kreiste.
00:01:10: Jeder kann Kunst verstehen – nicht weil jeder etwas über die Malerei weiß, sondern weil jeder fühlen kann!
00:01:19: Vielleicht begegnen wir Bildern im Museum so wie vielen Dingen in unserem Leben?
00:01:24: Wir geben ihnen nicht die Zeit, diese Brauchung und Verdienen, weil wir müder sind, weil weh gehetzt sind, oder weil wir gewohnt sind, nach wenigen Sekunden bereits ein Urteil zu fällen und damit uns selbst immer wieder den Druck auferlegen schnell zu verstehen was wir sehen.
00:01:44: Vielleicht verlangen es von uns nur es zuzulassen Zeit zu brauchen – genau das fällt uns oft am schwierigsten!
00:01:51: Vielleicht ist Kunst gar nichts dass man verstehen muss.
00:01:55: vielleicht ist Kunst tatsächlich etwas auf das man sich einlassen darf Genau, wie du dich auf die Folgen der Geschichte einlassen darfst.
00:02:03: Hol dir einen Tee oder Kaffee und machst dir gemütlich!
00:02:06: Ich wünsche dir viel Spaß beim folgenden Kapitel!
00:02:14: Martin ist zehn Jahre alt, sein Vater renoviert gerade ein paar Räume und streicht diese neu.
00:02:38: Als ihm die Farbe ausging schickt er Martin los
00:02:58: aufgebracht, innerlich in mir, dass ich mir gedacht habe das ist ja so ein unwahrscheinlich schönes Gefühl.
00:03:03: Was ist denn das jetzt?
00:03:04: Und es hat mich so berührt, dass sie richtig Tränen gehabt haben in den Augen.
00:03:08: und dann haben wir dann gedacht bei kann ich da aber in dem Zustand nicht nach Hause gehen weil ich denke mal ich hab jetzt Farben gekauft und komme heim und fange zum Wana an.
00:03:16: Die denken ja was ist mit dir los?
00:03:19: Und da habe ich dann ein paar Minuten gewartet und das war dann rückblickend so ein Erlebnis, wenn man dachte.
00:03:24: Da habe ich irgendwas gespürt mit den Farben was eigentlich dann schon mein Weg oder mein Lebensweg, mein selten Weg werden
00:03:31: wird.".
00:03:33: Zur gleichen Zeit im Raum Hamburg Deutschland.
00:03:36: Claudia wächst mit zwei Geschwistern in einem Familienunternehmen mit Pelzgeschäft und Werkstatt auf.
00:03:43: Ihre Eltern und Großeltern haben immer viel gearbeitet und kreative Ideen in die Modelle umgesetzt.
00:03:50: Das war in Claudia's Kindheit immer wieder präsent, und hat sie rückblickend sehr geprägt.
00:03:55: Sie und ihre Zwillingsschwestern Tina erleben alle Seiten des Zwillingstarseins – sie waren immer beieinander und füreinander da!
00:04:04: Beide Schwestern konnten schon als Kinder richtig gut singern und malen.
00:04:09: Nach der Realschule hat Claudia das Kirschener-Handwerk gelernt und mit dreiundzwanzig ihrer Meisterprüfung abgelegt.
00:04:16: Danach stand die erste große Reise an, ein aufregendes Abenteuer.
00:04:24: Ich habe mit Tina zusammen immer große Reisen gemacht.
00:04:28: Wir haben dann schon sehr früh Amerika, dann sind wir nach Kanada, da haben wir mit Indianern gelebt und wir haben Indien bereist Indien und Nepal.
00:04:41: Und sind da intibetische Klöster gegangen auch, das war wieder in der Phase im Nacht vom Interesse von tibetischen Buddhismus und Neuseeland haben wir bereist.
00:04:52: Das war auch eine ganz super tolle Reise und natürlich Europa sowieso!
00:04:55: Das war ja schon fast zu nebenbei möchte ich sagen.
00:04:59: Und diese Dinge fielen auch in Phasen.
00:05:01: Da gab es noch keine Handys kein Internet Wir mussten Straßenkarten nehmen, wir mussten Bücher kaufen.
00:05:07: Da gab es diese Reiseführer-Lonely Pläne.
00:05:09: Das mussten wir uns alles raussuchen und schreiben unter Streichen auch im Ausland.
00:05:14: Diesen ganzen Luxus der heute da ist, den hatten wir damals nicht.
00:05:18: Wo man dann sagen kann, okay, man schreibt mal eben auf WhatsApp oder man chattet mal eben oder Video-Telefonien hatten Vermögen gekostet.
00:05:27: Also haben wir Luftbriefe geschrieben oder bestens noch einen Fax.
00:05:34: Während Claudia ihren beruflichen Horizont erweitert und bei unterschiedlichen Firmen arbeitete, spart er sie immer zwei bis drei Jahre lang bevor die nächste große Reise möglich war.
00:05:46: Jeder Reise- und Kultur brachte ihr neue Eindrücke, die in ihre Kunst einflossen.
00:05:52: Eine Zeit lang lebte und arbeitet er sie in München.
00:05:56: Dort besuchte sie erneut einen Kurs, indem sie von einer Künstlerin sozusagen entdeckt wurde.
00:06:03: Dieser brachte sie in eine Münchner Galerie, in der sie dann jede Woche mindestens zwei Tage verbrachte und neues ausprobierte.
00:06:11: In einer kleinen Gruppe lernte sie mehr zeichnen mal mit Aquarellfarben Druck und vieles mehr – ein sehr inspirierender Zeit für Claudia!
00:06:22: Mitte zwanzig fing Claudia an sich mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen.
00:06:27: Kurzer Tipp von mir Im letzten Kapitel, ich habe mich nie als schön genug gesehen, ging es auch viel um Persönlichkeitsentwicklung.
00:06:36: Vielleicht möchtest du nach diesem Kapitel zu Kapitel XIII wechseln?
00:06:41: Claudia setzte sich mit den Inhalten des Christentum und des Buddhismus auseinander – genauso wie mit Philosophie und Yoga!
00:06:49: Sie beschäftigt er sich im Grunde mit dem ganzen Spektrum das es zwischen Himmel und Erde gibt.
00:06:55: Ende zwanzig begann für Claudia ein langer Prozess des Nachdenkens und der Sinnfrage.
00:07:01: Wer ist sie?
00:07:02: Was will sie ihr restliches Leben lang
00:07:04: arbeiten?!
00:07:06: Sie hat immer gerne im Familienbetrieb gearbeitet, aber würde es ihr ihr ganzes Leben lang Spaß machen?
00:07:13: Und was ist überhaupt das Sinn des Lebens?
00:07:17: Diese Phase brachte sie zu ihrem Grafikstudium in Hamburg.
00:07:21: Sie Anfang dreißig begannen.
00:07:23: Das Studium lief Berufsbegleiten zu ihrer Arbeit zu Hause.
00:07:28: Sie liebte diesen neuen Abschnitt ihres Lebens, die Freiheit der Gedanken, die er brachte – das neue Wissen, dass sie lernte und viele Kreativität in ihren Arbeiten.
00:07:38: Für ihre Abschlussprüfung stellte ein Dozent von Claudia ihr seine Kontaktkartei zur Verfügung.
00:07:46: Sie wählte ein paar Betriebe aus und schrieb sie an, um zu fragen ob sie ihre Examsarbeit über sie schreiben dürfte.
00:07:54: Von Grüne Erde einem Hersteller von nachhaltigen Möbel- und Wohntextilien kam eine Zusage unter einer Bedingung – sie soll danach auch ihnen ihre Arbeit über sie vorstellen.
00:08:06: Claudia verbannte die Präsentation gleich mit einer Reise, die somit in Österreich startete.
00:08:12: Ihre Präsentation lief so gut, dass sie spontan von ihrem zukünftigen Chef ein Jobangebot bekam.
00:08:20: Sie hatte gar nicht damit gerechnet und hatte diesen Ausgang gar nicht auf Ihrem Plan – aber ihr gefielgrüne Erde sehr!
00:08:27: Und auch vom Kmunten war sie begeistert.
00:08:30: Das Problem?
00:08:31: Sie hatte bereits eine Reise geplant bei der sie nicht wusste, wann sie zurückkam.
00:08:37: Claudia traute sich das erste Mal in ihrem Leben ihren Gefühl zu folgen… um nicht den rationalen und sicheren Weg einzuschlagen.
00:08:46: Ich bin sehr interessiert, aber ich reise erst mal nach Neuseeland – und ich weiß noch nicht, wann ich zurückkomme!
00:08:53: Umso überraschter war sie von der Antwort ihres zukünftigen Chefs.
00:08:58: Reisen Sie so lange sie wollen, wenn sie wieder zurück sind, rufen sie mich
00:09:08: an."
00:09:08: – — — — Mit diesem Job und den Umzug nach Oberösterreich setzte sie den ersten Grundstein für das Kennenlernen mit Martin.
00:09:18: Okay, und wie ist Martin aufgewachsen?
00:09:22: Martin hat früh mit dem Gerätetournen begonnen von sieben bis siebzehn richtig leistungsmäßig!
00:09:28: Der Sport und eine frühe Krebserkrankung seiner Mama hatte ihn sehr geprägt.
00:09:33: Als er sechzehn Jahre alt war, wurde bei seiner Mama krebsdiagnostiziert und ein Jahr später verstarb sie.
00:09:41: In der Zeit der Trauer half Martin die christlichen Werte und das Gebet.
00:09:46: Er schrieb viele schwermütige Gedichte um Brosatexte und verarbeitete so den großen Verlust.
00:09:53: Über die Literatur unterschreiben kam er zum Malen wo er hängen geblieben ist.
00:09:58: Im Nachhinein betrachtet war dieses Erlebnis für ihn ein Geschenk.
00:10:03: Er sieht heute das Positive darin.
00:10:05: Seine Mama brachte ihn zu malen, was heute sein Leben ist.
00:10:10: Martin hat nach der Sporthauptschule eine Ausbildung zum Buchhändler gemacht – die Zeit, die er im Buchgeschäft und mit der Literatur verbrachte, hat ihn sehr geprägt.
00:10:21: Vor allem als er einerzeitlang in der Kunstabteilung bei der Buchhandlung Pierengruber gearbeitet hat, las er alle Biografien über die großen Künstler.
00:10:31: Literatur unter anderem von dem russischen Dichter Destoveschi, Entschuldigung die Aussprache, prägte seine persönliche Entwicklung sehr stark.
00:10:42: Zu dieser Zeit dachte er noch nicht dass er selbst einmal Künstler werden würde aber die Kunst interessierte ihn bereits.
00:10:50: Ja das hat sich eher gegeben.
00:10:52: also glaube ich mit dem Schreiben.
00:10:54: da habe ich mir so ein bisschen eine gespürt, beim schreiben.
00:10:58: Beim schreiben war es noch nicht so intensiv, weil ich wusste, ich bin eher ein Mensch, die sagt gerne was her, wenn ich etwas gemacht habe, dass ich Menschen das dann auch mitteilen kann.
00:11:06: und eine Bild ist halt weit direkt da wie ein Text zum Lesen oder Gedichte zu lesen.
00:11:12: Und ihr habt dann immer mehr und mehr gemalt und dann wird das erste mal ein Freund zu mir gesagt hat du mach jetzt nochmal Ausstellung mit den Bilder, du hast ja schon so viel.
00:11:24: Martin hatte bei seiner ersten kleinen Ausstellung gleich einen Verkaufserfolg.
00:11:29: Durch dieses Erlebnis hat er das erste Mal gesehen, dass das auch ein Weg sein könnte!
00:11:35: Eine Zeit lang lebte Martin als freischaffender Künstler.
00:11:39: Er malte bereitete Ausstellungen vor und merkte immer mehr, dass es sehr anstrengend ist wenn du immer von Verkäufen abhängig bist.
00:11:48: Für ihn war es nie schwer Prioritäten zu setzen – wenn das Geld knapper dann hatte er halt mal kein Auto.
00:11:55: Wichtig war, dass das Geld für Farben, Pinsel und Leinwände reichte.
00:12:00: Und doch wirkte sich diese Situation auf seine Kreativität aus – der Druck etwas verkaufen zu müssen wurde immer mehr!
00:12:09: Damit er seine Kriativität weiterhin ausleben konnte, entschied er sich zwischendurch Nebenjobs anzunehmen.
00:12:16: In dieser Zeit sparte er sein Gehalt auf und war nur nebenbei Maler.
00:12:22: Je nachdem, wie der Verkauf lief und wie viel er gespart hatte, lebte er dann wieder im Atelier und nur von der Kunst.
00:12:30: Wenn das Geld wieder knapper wurde, suchte er sich den nächsten Nebenjob.
00:12:34: Sein erlernte Beruf war Buchhändler – somit war er immer wieder in verschiedenen Buchhandlungen.
00:12:40: Aber die Liste seiner Nebenjobs ist wirklich unglaublich!
00:12:44: Und ich kenne kaum Menschen, denen ich diese Vielseitigkeit zutraue.
00:12:49: Er war Skilehrer, Schwimmlehrer alten Pfleger, Taxifahrer, Krankentransportfahrer, Baumpfleger Schuhhändler.
00:12:57: Er war auch einmal bei der Post und der Fürst angestellt.
00:13:02: Ihm machten die Chops Spaß und er mochte alle Erfahrungen, die ihr dadurch machen durfte.
00:13:07: Merkte aber nach spätestens einem Jahr dass er den Beruf auf Dauer nicht ausüben konnte.
00:13:13: Immer wieder stellte er fest das er im Atelier wenn er Malter am glücklichsten ist Und das merkte auch schnell seine Familie.
00:13:22: Anfangs waren sie, vor allem sein Papa nicht begeistert von dem Weg der Martin-Einschlug.
00:13:28: Martin glaubt, dass das aber auch fast jeder Künstler inn erlebt – seinen Esmalerinnern, Schauspielerinnen, Artorinnern oder Sängerinnern.
00:13:37: Bei allem was in die künstlerische Richtung und damit verbunden ohne festes Gehalt geht sind Eltern oft anfangs nicht so begeistered!
00:13:46: Martin selbst machte die Reaktion von seinem Unfällt wenig aus.
00:13:50: Er war schon immer sehr autonom und machte das, was sich für ihn richtig anfühlte.
00:13:56: Und auch sein Vater merkte bald dass Martin es mit der Kunst ernst meinte und sehr diszipliniert war wenn es um die Arbeit im Atelier und die Aufstellungen ging.
00:14:06: Für seine Geschwister waren die vielen Jobs- und Wohnortwechsel einfach.
00:14:10: Martin.
00:14:10: Es wurde in der Familie immer lustig aber auch respektvoll spekuliert, welchen Job er wohl als Nächstes machen wird.
00:14:18: Seine Brüder bewunderten sein Künstlerleben und wie er finanziell unsichere Zeiten meisterte.
00:14:24: Aber Martin selbst empfand es nicht wirklich als unsicher!
00:14:29: Für seinen Umfeld war es anstrengender, als für ihn selbst nichts zu wissen was er in drei Monaten machen wird.
00:14:36: Er hatte immer schon eine starke Intention auf die er hörte.
00:14:40: Rückblickend wundert er sich heute aber schon, wie es sich das alles eigentlich immer ausging.
00:14:45: Ninzeinsechsundneunzig kam dann seine Tochter Magdalena zur Welt – das veränderte sein Leben grundlegend in eine positive und bereichernde Richtung.
00:14:57: Wenn Mathe mit einem neuen Gemälde anfängt ist es für ihn so als würde er einen magischen und heiligen Raum betreten!
00:15:05: Er malt hauptsächlich großformatige abstrakter Ölbilder Und gerne mischt er seine Farbe auch mit Asche zu etwas Neuem.
00:15:14: Für ihn ist im Malprozess das absichtslose Malen am wichtigsten, aber es schreibt erst mit malen wie ein Kind aus einem Gefühl heraus ohne Plan oder ein Bild zu bewerten.
00:15:27: Martin kann alle Gefühle mit Farben umsetzen.
00:15:30: Er bereitet alles vor und greift dann zur ersten Farbe ohne darüber nachzudenken – er muss die Farbe fühlen!
00:15:37: Erst gegen Ende der Mahl-Session fragt er sich, warum er heute zum Beispiel rosa und violett benutzt hat.
00:15:44: Und blau zum Beispiel ganz vermieden hat.
00:15:48: Ich denke mir, warum ist es eigentlich so?
00:15:51: Dass jetzt eine gewisse Farben, dass ich mich hingezogen fühle... ...und monatelang mit den gleichen farbenfasten Mäuren und dann wieder eine andere Farbenthek.
00:16:01: Eigentlich ist das ja das spannendste... für mich selber persönlich, dass ich wieder einen neuen Farbton entdecke und dann wieder eine Misch in ein großformatiges Bild.
00:16:15: Und wie entsteht es denn?
00:16:16: Dass ich sage, wie kann man ja vorab so beeinflussen oder zufrieden machen?
00:16:22: Obwohl das ich weiß, vor zehn Jahren habe ich den Farbdon auch schon mal gehabt und jetzt finde ihn wieder und macht halt glücklich.
00:16:31: Farben machen mich glücklich!
00:16:34: Am glücklichsten ist Martin, wenn er stundenlang in einem Zustand des absichtslosen Malen ist.
00:16:40: Wenn er daraus wieder rauskommt, sieht er sein Bild das er den ganzen Nachmittag gemalt hat – wieder mit anderen Augen!
00:16:48: Erst dann fragt es sich, gefällt mir das überhaupt was ich heute gemalt habe?
00:16:52: Und erst dann bewertet er sein Werk.
00:16:55: Ölmalerei braucht oft Tage oder Wochen zum Trocknen.
00:16:59: Martin übermalt Bilder sehr oft, weswegen er immer mehrere Bilder auf einmal malt.
00:17:05: Für ihn ist ein Bild fertig wenn seine Intention, Bauchgefühl und sein Ich im absichtslosen Malen Ja sagt – aber auch seinen Kopf und Verstand müssen ja sagen!
00:17:16: Wenn alles im Einklang ist, ist für ihn das Bild erstmal fertig.
00:17:20: Warum erst mal?
00:17:22: Es passiert immer wieder dass er Jahre später an einem Bild vorbeigeht dass auf dem Bild noch etwas fehlt.
00:17:31: Okay, und wie kam Claudia zum Beruf der Künstlerin?
00:17:36: Auch bei Claudia war es nicht der konkrete Wunsch – ich will Künstlerin werden!
00:17:41: Ein Grund warum sie diesen Wunsch vielleicht nicht direkt hatte waren auch die Zweifel an sich und ihrer Arbeit.
00:17:47: Und trotzdem führte sie ihr Leben immer wieder zurück zur Kunst.
00:17:52: Ich habe immer sehr stark gezweifelt und Staateninneren Kritiker gehabt.
00:17:57: Und auch meine Umwelt hat dann teilweise gesagt, naja du musst ja doch was ordentliches machen in Anführungszeichen.
00:18:02: Du musst ja Geld verdienen außerdem als Künstler.
00:18:05: und wenn, dann musst du schon die richtige Studium machen und dann das und dieses und jenes bist du nicht also bist du auch keine Künstlerin.
00:18:17: Ich sag mal Widerstände und dieses Dagegenreden war schon immer eine große Herausforderung.
00:18:22: Und hat natürlich eher auch meine Selbstkritik und meine Zweifel auch noch gefördert, aber irgendwann habe ich dann gemerkt so jetzt muss jetzt ne Entscheidung treffen.
00:18:32: Ich muss einfach mal entscheiden was ich hier mache und damit ich wirklich bewusst weiter gehe dass sich für mich die Entscheidung getroffen hab.
00:18:41: ich bin Künstlerin Ich bin zwar nicht studiert, aber ich weiß dass... ...ich meine eigene Kunst mache und die mach' ich gut.
00:18:52: Und mit dieser Entscheidung hat sich ganz viel geändert für mich!
00:18:57: Es gibt natürlich immer jemand oder irgendwelche Umstände, die gegen einsprechen oder die sagen naja da werden andere bevorzugt, die studiert haben okay dann ist das so.
00:19:08: Aber ich bin der Meinung, Talent und das Können was man hat.
00:19:13: Und die Inspiration die dadurch weitergeht ist nicht von der Ausbildung abhängig.
00:19:18: Vom Weiterentwickeln.
00:19:20: schon dass man etwas tun muss ja aber ich bin davon überzeugt dass man auch durch das eigene Studium durch das autodidaktische was man lernt seine Qualitäten hervorbringt und wächst.
00:19:33: es geht Wie auch bei einem normalen universitären Studium geht es ja nach dem Studium.
00:19:39: in Wirklichkeit ist richtig los.
00:19:41: Dass du dich findest, dass du dich entwickelst und alle anderen Dinge sind vorher.
00:19:47: da wird dir eine Richtung gegeben im Universitärenstudium was teilweise gut ist aber dich teilweise auch festlegt.
00:19:54: Also ich habe über diese Dinge wie du merkst auch viel nachgedacht Und hab festgestellt Es gibt bestimmte Wege.
00:20:02: die sind so wie sie sind Ja.
00:20:05: Und die bringen einen dann genau dahin, wo man
00:20:08: hingehört.".
00:20:10: Für Claudia waren die Zweifel ihres Umfeldes nicht leicht – sie hat sich dem auch immer wieder entzogen und sich mit anderen, sicheren Dingen beschäftigt.
00:20:20: Im Nachhinein sagt sie das ihr Weg Künstlerin zu werden, auch ihr Weg zu sich selbst war!
00:20:26: Sie hat auf diesen Weg sich selbst entdeckt und herausgefunden wer sie ist.
00:20:30: Sie hat gelernt Dinge einfach auszuprobieren gelernt nicht aufzugeben, scheitern zu dürfen, weiterzumachen oder zu merken dass das doch nicht ihr Ding ist.
00:20:41: Während des ganzen Prozesses hat sie immer noch die Gedanken Ist es gut genug?
00:20:46: Reich das!
00:20:48: Aber irgendwann überwandt sie diese Gedanken.
00:20:50: Die Zweifel waren weiterhin da aber sie ließ sich von ihnen nicht mehr einbremsen.
00:20:55: Mit der Zeit wurden sie immer weniger
00:20:59: Was gelesen was ich so interessant fand von Michelangelo, die Skulptur, die Statue der David gemacht hat.
00:21:09: Der in Florenz steht und da hatte er so Sinn gemäßgemacht gesagt Ich habe vom David nur das weggenommen, was nicht David ist.
00:21:22: Und das fand ich so inspirierend und hab gedacht dass ich wegnehme was nicht ich bin Das alles andere wegfällt was nicht ich bin, da muss man natürlich erst mal drauf kommen.
00:21:35: Was bin nicht Ich?
00:21:37: Aber durch den Weg kommst du drauf und legst dich frei!
00:21:41: Du legst sich stückweise frei Und damit kannst du dein eigenes sein und deine Essenz ausdrücken weil ich bin auch überzeugt davon Jeder bringt sein eigenes Puzzleteil mit für die Welt und als Inspiration Auch um andere zu inspirieren.
00:21:57: Man wird ob man will oder nicht ja auch Vorbild in Dingen.
00:22:00: Und wenn man da hinkommt, dass du sagst mit deinen Talenten bereicherst du die Welt und darüber freue ich mich einfach.
00:22:07: Dass sich das auch versuche so zu sehen, dass ich glücklich bin, dass Ich mit meinen Talenten einen Beitrag für die Welt leiste und Menschen bereichern und inspirieren kann.
00:22:20: Claudias Kunst dreht sich um das Thema Weiblichkeit in all ihren Facetten Emotionen Gesichter und Körper.
00:22:27: Immer wieder sind Akte und Persönlichkeiten dabei.
00:22:31: Für sie ist es beim Erschaffen wichtig, die Schönheit, Ästhetik und Emotionen zu verbinden.
00:22:37: Claudia war immer neugierig – auch bei Malen probiert sie sich gerne aus!
00:22:42: Ihr Thema setzt sie daher in den verschiedensten Techniken um Materialien um.
00:22:48: Ihre Ölbilder sind meistens Porträts- und Gesichter.
00:22:51: Die Frauen, die sie malt, müssen sie zuerst berühren.
00:22:55: Ihr Ziel ist es, den Charakter die Gefühlung, die Haltung und die Geschichte der Frau auf das Bild zu bringen.
00:23:02: Dafür muss Claudia eine Verbindung spüren um die Geschichte dieser Frau malen zu können.
00:23:07: Die Ölbilder sind überwegen sehr realistisch.
00:23:11: Andere Bilder malt sie mit Acrylfarben oder auch mit Asche.
00:23:15: Dabei greift Claudia gerne zur Spachtel oder ihren Fingern anstatt zu Pinseln.
00:23:21: Eine dritte Art zum Malen sind die Fotowöbermalungen.
00:23:25: Martin fotografiert Bewegungen und Körper.
00:23:28: Diese bearbeitet Claudia später am Computer, macht sie unscherfer.
00:23:33: Es geht ihr nicht um die Person sondern um die Bewegung, um den Körper und die Dynamik.
00:23:39: Im Atelier fängt sie an das Bild zu übermalen.
00:23:42: Sie findet immer wieder aufs neue Diffusion von Fotografie um Allerei spannend und inspirierend.
00:23:49: Die Fotografi widerspiegelt für sie das Kontrollierte.
00:23:53: Sie sucht das Motiv aus und bearbeitet es, bis es passt.
00:23:57: Das Übermalen sind für sie die Emotionen – und das Nicht-Geplanter.
00:24:02: Gmunden in dem Jahr war es im Jahr six.
00:24:05: Claudia wollte sich vom Singleleben verabschieden.
00:24:08: Aber wie lernt man jemandem ganz neuen kennen?
00:24:11: Internet?
00:24:12: Zeitung?
00:24:13: Claudia wollte Briefe bekommen!
00:24:15: Gemeinsam mit Tina und ihrem Freund Frank erstellte sie ein Inserat und schaltet es in verschiedenen Zeitungen Zur gleichen Zeit am Sonntag im Martins Atelier in Unterach, Am Attasee.
00:24:29: Martin las halb laut für sich das Inserat in der Zeitung Tipps durch.
00:24:34: Seiner neun Jahre alte Tochter hörte mit und fragte ihn was er vorgelesen habe?
00:24:40: Martin las des Inserats erneut und diesmal laut vor.
00:24:43: Seine Tochter sagte sofort du musst ihr schreiben und den Brief gleich morgen zur Post bringen!
00:24:49: Sie half Martin ein Passfoto auszuschneiden weil es laut ihr wichtig war zu sehen, wie er Papa aussieht.
00:24:57: Gesagt getan – mit der Hilfe seiner Tochter machte Martin den ersten Schritt.
00:25:02: Ein paar Wochen später trafen sich die beiden das erste Mal in Linz bei einer Venissage, die Martin gerade vorbereitete.
00:25:10: Die beiden hatten sich auf Anhieb verstanden und über vier Stunden lang durchgeredert.
00:25:15: Für Martin hat sich das Treffen gleich gut angefühlt und er dachte, daraus könnte etwas entstehen!
00:25:22: Da fällt mir noch die Geschichte ein beim Kennenlernen, beim ersten Tag.
00:25:26: Weil ich mache auch schon jahrzehntelang Astrologie.
00:25:30: Ist mein Steckenpferd so nebenbei.
00:25:33: und dann habe ich Claudia am ersten Tag, wenn wir sie kennengelernt haben, abgefragt ob sie eher horoskopweise oder natürlich Tierkreise zeichnen auszintent.
00:25:42: und das hat mich... fasziniert, weil Claudia hat ihr ganzes Horoscope auswendig gewusst und gesagt sie hat die Venos im Schützen und Mars im Löben und Mond im Witter.
00:25:52: Und ich bin so da gesessen und habe mir das so angeschaut, dass man dachte ja der passt schon sehr viel astrologisch, weil ich natürlich mein Horoscope auch auswendigt kenne.
00:26:01: und dann haben wir das überlegt, da hat es das und da hat er ein Feuerzeichen oder einen Luftzeichen und doppelt ein Wassermann ist sie.
00:26:08: Da hab' ich dann so ganz kurz eine gefühlt Da passt so sehr viel.
00:26:13: Und durch das, dass wir beim ersten Kontakt vier Stunden benannt sind und gesprochen haben und die Themen, was man gehabt hat mit den ersten vier Stunden, dann haben wir da ... Ja, das fühlt sich schon ganz gut an!
00:26:26: Da kann man ein zweites Detail riskieren.
00:26:35: Und auch Claudia ging es ähnlich.
00:26:37: Sie merkte schnell, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben seien es ihr Interesse an der Kunst als auch ihre Werte, ihre Lebensart das Interesse in Spiritualität und ihre Ziele.
00:26:50: Sie merkte dass sie das Beste des jeweils anderen hervorheben – und er sich lohnt in ihrer Beziehung zu investieren!
00:26:58: Durch diese gute Basis übersprangen die beiden die Verliebtheitsphase und es ging gleich in die Tiefe.
00:27:04: Schnell entwickelte sich aus dem ersten Treffen eine tiefe Verbundenheit die bis heute jeden Tag weiterwächst.
00:27:15: Wie es für die beiden weiterging, wie ihr kennenlernen sich auf ihre atemweise Kunst zu verstehen und so machen auswirkte – was Kunst und Kultur mit unserer Gesellschaft und Individuum machen kann und wie jeder von uns Kunst verstehen kann erfährst du in Teil zwei!
00:27:41: Mehr dann aber auch nicht!
00:27:44: Ich kenne die beiden seit knapp einem Jahr und finde jedes Gespräch aufs Neue interessant.
00:27:49: Und genau deshalb liebe ich das, was sich durch Zwischenton erleben darf.
00:27:54: Ich spreche mit den verschiedensten Menschen – beschäftige mich mit dem verschiedenste Themen.
00:27:59: Manche haben mich zuvor schon interessiert andere erst ab meiner Arbeit damit.
00:28:04: Was ist dein Zwischendon?
00:28:06: Hast du dich schon einmal mehr mit Kunst
00:28:08: beschäftigt?!
00:28:09: Lass es mich hier in den Kommentaren oder auf meinen Social-Media Kanälen wissen.
00:28:14: Dort findest du wie immer ein Kapitelpost mit dem Bildern von Claudia, Martin und ihrer Kunst!
00:28:21: Und wenn Du die beiden kennenlernen und Ihre Bilder nochmal in echt betrachten willst, gibt es die Möglichkeit am Freitag – den einunddreißigsten Juli von vierzehn bis achtzehn Uhr.
00:28:32: Beim Pangratsofa in Dragwein ist die Vinissage und Abschlussfeier der Ausstellung.
00:28:38: mit einem Glas Apfel oder Birnenwein durch die Ausstellung gehen und dich anschließend mit Claudia und Martin unterhalten.
00:28:46: Und falls du nicht dabei sein kannst, besuche die beiden in ihren Ateliers in Linz, Volksgartenstraße fünf oder im Barzell Marktplatz elf.
00:28:56: Am besten schaust du einmal auf ihre Homepage www.molder.at und www.salv.net vorbei!
00:29:05: Sie freuen sich immer wieder über ein gutes Gespräch.
00:29:09: Mehr Infos dazu findest du auf meinen Social Media Account zwischenton.podcast oder in der Folgenbeschreibung.
00:29:17: Ich hoffe, dir hat das Kapitel gefallen!
00:29:19: Ich freue mich wenn Du das Kapiteln mit Deinen Freunden teilst dem Podcast abonnierst und die Glocke aktivierst um kein Kapitel mehr zu verpassen.
00:29:28: Claudia Martin und ich freuen uns über ein Kennenlernen am Freitag.
00:29:33: Ich wünsche Dir eine schöne Woche.
00:29:35: Achte auf Dich und Deine Mitmenschen.
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