Und was, wenn alles möglich wäre?
Shownotes
11 Heute dürfen wir in die Geschichte von Barbara eintauchen. Mit 28 Jahren war sie als Anwältin in der Rechtsanwaltskammer von Barcelona eingetragen und hatte einen guten Job in einer Rechtsanwaltskanzlei.
Sie konnte Englisch, Spanisch, etwas Französisch und natürlich Deutsch sprechen. Von außen würde man sagen, sie hat es geschafft. Aber in ihr machte sich ein Gefühl von "Okay und jetzt? Wars das?” breit. Sie war noch so jung und wollte mehr. Und 15 Jahre später war sie wieder in einer ähnlichen Situation. Sie wurde gefragt: “Okey, stell dir vor, du könntest alles machen. Was würdest du machen, wenn alles möglich wäre?”
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00:00:08: Hi, ich bin Helene und ich freue mich, dass du wieder eingeschaltet hast.
00:00:12: Von was hängt unser Wert ab?
00:00:15: Oft reduzieren wir uns selbst hinab!
00:00:17: Wenn wir etwas nicht schaffen sind wir weniger wert.
00:00:20: Wenn wir keine Leistung bringen sind wir mehr wert.
00:00:24: wenn wir gerade keinen Job haben und Arbeit suchen sind, sind wir viel weniger wert.
00:00:30: Ich denke ich bin nicht die einzige die das Thema beschäftigt.
00:00:33: Ein etwas anderes Satz aber mit einer ähnlichen Bedeutung Du musst erst dich selbst lieben, bevor du die Liebe von jemandem anderen annehmen kannst.
00:00:44: Ich glaube das ist das gleiche mit unseren eigenen Wert.
00:00:48: Es hilft zu lernen dass du es wert bist Dass dein Wert von keiner Leistung Arbeit oder Abschluss abhängt Sondern dass du alleine reichst.
00:00:58: Okay aber fangen wir von vorne an.
00:01:00: Hol dir einen Kaffee oder Tee und machs dir gemütlich!
00:01:03: Ich wünsche dir viel Spaß beim folgenden Kapitel.
00:01:08: Sommer, nineteen-neunundundzig.
00:01:10: Pressbaum.
00:01:11: Barbara ist achtzehn Jahre alt und ist gerade mit der Schule fertig geworden.
00:01:16: Nach zwei Monaten in Costa Rica, in denen sie anfingen Spanisch zu lernen, stand sie vor der Frage was mache ich jetzt?
00:01:25: In ihrer Familie haben alle Wirtschaft, Juss oder Medizin studiert.
00:01:30: Sie ist in dieser Branche großgeworden und konnte sich etwas anderes gar nicht vorstellen.
00:01:36: Als dann ein Großteil ihrer Freunde an die WU Wien ging, zog sie mit und begann ihr Wirtschaftsstudium.
00:01:43: Nach einem Jahr merkte sie, dass Wirtschaft absolut nichts für sie ist!
00:01:50: Und bin dann auf Yous gekommen weil ich auf der WU schon eine Vorlesung wirkliches Recht besucht habe – mit einem super Vortragenden, einem Richter.
00:02:00: das war so spannend Bericht damals im Radio gehört, ich glaube auf Ö-Eins wo ein Rechtsanwalt gesprochen hat der Flüchtlinge verteidigt und unterstützt hat.
00:02:17: Und das hat mich damals auch so bewegt und aus dem heraus eigentlich so... Ich habe mir gedacht ich will auch den Menschen helfen also dass wir die Welt verändern, ich will den Menschen helfen, dies brauchen und das war für mich der Antrieb just zu studieren.
00:02:34: Mit einem richtigen Studiengang wurde ihre Studienzeit einer der schönsten in ihrem Leben.
00:02:40: Damals hat man sich Ineos seinen Stundenplan selbst gestaltet, sie konnte selbst entscheiden wann sie welche Prüfung machte.
00:02:48: Dieser Freiraum ermöglicht er ihr ihren eigenen Rhythmus zu finden.
00:02:52: Es entstand kein Vergleich mit anderen Studenten.
00:02:56: Nebenbei arbeitete sie immer geringfügig um auch ihr eigenes Geld zu verdienen.
00:03:01: In dieser Zeit lernt er sie selbstständig zu sein.
00:03:05: Durch die Freiheit Prüfungstermine aussuchen zu können und den Stundenplan selbst gestalten zu können, musste sie auch lernen sich selbst zu organisieren.
00:03:16: Vor ihrem Studienbeginn verliebt es sich bei einer Reise in Costa Rica in die spanische Sprache.
00:03:23: Deshalb folgten zwei Auslandssemester in der Nähe von Madrid.
00:03:27: Am Ende des Aufenthalters lernte sie ihren damaligen Freund kennen.
00:03:32: Zu diesem Zeitpunkt lebte er in Spanien – die Beziehung dauerte zwei Jahre, weswegen sie immer wieder nach Spanier reiste.
00:03:42: In dem Jahr im Jahr war es noch nicht ganz so, wie ihr Weg weitergehen sollte.
00:03:50: Wollte Sie Rechtsanwältin werden oder doch in einem Unternehmen arbeiten?
00:03:55: Ihr Plan war ein paar Jahre ins Ausland zu gehen!
00:03:58: Danach wird sie schon wissen, was sie machen möchte.
00:04:02: Und dann habe ich einfach nur auf der Landkarte geschaut und hab gesehen okay, Madrid kenn' ich's schon!
00:04:06: Was gibt es da noch?
00:04:07: Barcelona super ist ein Mehrfarmer hin.
00:04:09: also so war das.
00:04:12: Mit einem sechsmonatigen Praktikum bei einer NGO in der Tasche machte sie sich im Jena-Jenna-Jener auf dem Weg nach Barcelona.
00:04:21: Eine NGO ist eine Non-Governmental Organization Also eine unbezahlte und gemeinnützige Organisation.
00:04:30: Bis heute ist sie gerne in anderen Ländern, aber nicht nur als Urlaub.
00:04:35: Sie will dort wohnen – die Menschen und das Land richtig kennenlernen!
00:04:38: Wie ist es dort, jeden Tag in der Früh aufzustehen und zur Arbeit zu gehen?
00:04:43: Wie schaut der Feierabend der Heimischen aus und welche Feste werden gefeiert?
00:04:47: Wie reden sie und über welche Witze wird gelacht?
00:04:51: Barbara überdenkt vieles.
00:04:53: Unsicherheiten und Ängste kennt sie gut ….
00:04:56: Aber dass ins Ausland gehen, fühlt ihr immer leicht….
00:05:00: Freude und Neugier waren dann immer doch stärker als die Angst vor dem Ungewissen.
00:05:06: Sie lebte sich schnell ein, fühlte sich gleich wohl!
00:05:10: Die spanische Mentalität ist etwas anders als unsere.
00:05:13: Wenn du in ein Restaurant gehst herrscht ein anderer lautstärken Pegel.
00:05:18: Jeder selbst ihr Chef oder jemanden den du gerade kennenlernt begrüßt dich mit Pussy Pussy – auch die Gemeinschaft und Zugehörigkeit wird dort mehr geliebt als bei uns.
00:05:30: Das waren alles Sachen, an die sich Barbara nicht gewöhnen musste.
00:05:34: Es fühlte sich von Anfang an richtig an und so vergingen sie sechs Monate schneller als Barbara lieb war.
00:05:42: Sie arbeitete ein paar weitere Monate in der NGO.
00:05:45: Dort war sie in der Personalabteilung tätig zunächst im Training Center dann im Recruiting.
00:05:52: Doch dann zog sie erst doch in eine Rechtsanwaltskanzlei.
00:05:57: Sie hatte EU-Studiert und wollte damit jetzt auch etwas machen.
00:06:01: Das stellte sie aber vor neue Herausforderungen.
00:06:04: Sie hatte zwar in Österreich ihr Studium abgeschlossen, war aber keine Rechtsanwältin.
00:06:10: Um eine zu werden ist es notwendig die Gerichtspraxis, eine mehrjährige Konzipitenzeit in einer Rechtsanwaltskanzlei und die Rechtsanwallsprüfung zu absolvieren.
00:06:22: In Spanien war das System ein anderes.
00:06:25: Hier konnte man sich damals nach dem Abschluss des Studiums gleich in die Rechtsanwaltskammer eintragen lassen und dort den Titel abigado oder abiguada, also spanischer Rechtsanwalt oder spanische Rechtsanwelten tragen.
00:06:42: Dass Barbara zwar Juristin aber keine Rechtsanwelt war, stieß daher in Spanien auf sehr viel Unverständnis.
00:06:50: Um in Barcelona wirklich eine Chance, in der Rechtsanwaltskanzlei zu haben, musste sie daher ihren österreichischen Studienabschluss nostrefrizieren.
00:06:59: Das heißt in Spanien anerkennen lassen.
00:07:02: Das bedeutet für Sie nochmal zurück auf die Uni!
00:07:05: Sie absolvierte ein einjährigen postgradualen Lehrgang an einer spanischen Universität und stellte sich danach der großen Prüfung über das spanische Recht.
00:07:16: Sie bestand und somit wurde ihr der Studienabschluss anerkannt.
00:07:21: Mit achtundzwanzig Jahren war es soweit, sie war als Abogada in eine Rechtsanwaltskammer von Barcelona eingetragen und hatte einen guten Job in einer Rechtsanwärtskanzlei.
00:07:33: Sie konnte Englisch, Spanisch etwas Französisch natürlich Deutsch sprechen.
00:07:38: Von außen würde man sagen – sie hat das geschafft!
00:07:42: Aber in ihr machte sich ein Gefühl.
00:07:47: Und jetzt war es das, breit.
00:07:50: Sie waren noch so jung und wollte mehr.
00:07:55: Was ich dort wirklich gelernt habe – und das war sehr gut für mich oder gesehen – man kann sich auch weniger Sorgen machen.
00:08:06: Man muss nicht dauernd alles im Kopf zerdenken.
00:08:10: Also ich war schon eher so gestrickt.
00:08:12: Ich bin's auch immer.
00:08:13: Hat sie schon verändert?
00:08:14: Das sind jetzt viele Jahre auf Vergangen.
00:08:17: dass ich einfach immer sehr viel nachgedacht habe, mir auch viel Sorgen gemacht hab und dies und das.
00:08:21: Und dort war ich in einer Welt mit Menschen – also die kannten das nicht!
00:08:26: Die haben gelebt.
00:08:28: Die haben hauptsächlich gelebt und da ist man wirklich mehr so von einem Moment ins andern gegangen.
00:08:36: Das ist etwas was mich sehr gut getan hat.
00:08:39: zu sehen aber schaut es funktioniert ja auch und die leben auch ganz gut so.
00:08:47: Ja, das war also was mich geprägt hat und was sehr gut war es so zu erleben.
00:08:52: Und was mir sehr viel Leichtigkeit gegeben hatte.
00:08:56: In meinen Unfällen sind gerade viele in anderen Ländern.
00:09:00: Ich habe vor kurzem Silvers Geschichte aufgeschrieben die in verschiedenen Städten und Ländern gewohnt hat.
00:09:06: Wenn dich das interessiert kannst du nach diesem Kapitel zu Kapitel neun.
00:09:11: wenn ihr mich nicht nimmt gehe ich nach Australien wechseln.
00:09:15: Ich habe mich dementsprechend in letzter Zeit mit dem Thema Reisen und Auswandern beschäftigt.
00:09:20: Und bin dabei immer wieder auf folgenden Satz gestoßen, ich habe auf jeder Sprache beziehungsweise in jedem Land, indem ich bin eine etwas andere
00:09:31: Persönlichkeit.".
00:09:33: Und auch Barbara hat mir bestätigt – wenn sie Spanisch spricht, spricht sie automatisch etwas lauter, gibt ihn ihre Worte mehr von sich selbst hinein!
00:09:44: und adaptiert das spanische Temperament.
00:09:47: Und auch folgendes Beispiel legt nahe, dass an den Satz etwas dran ist Was Barbara zu Hause immer gehemmt hat war was denken andere von mir?
00:09:58: Im Ausland kannten sie viel weniger Leute.
00:10:01: Wenn etwas nicht funktioniert hat war das Gefühl von Wurscht Das kennt mich eh keiner.
00:10:07: Durch dieses Gefühl wurde der Drang immer größer sich zu zeigen und auch vorne zu stehen.
00:10:13: Für sie war Moder immer mehr als nur Kleidung, die man halt anzieht.
00:10:18: Für Sie repräsentiert sie Ausdruckstärke, Charakter und Kreativität.
00:10:25: Und auch die Glitzer- und Klämmerwelt interessiert sie immer mehr.
00:10:30: Mit dem Gefühl der Spanien ihr vermittelt, mehr Ton und weniger Sorgen machen traurte sie sich, die Ausbildung zur Modestalistin anzufangen!
00:10:39: Nach ihrer Ausbildung verließ Barbara die Rechtsanwanzkanzlei und versuchte als Modestallistin Puss zu fassen.
00:10:48: Hat er dann auch hier und da, weil ich halt in dieser Szene war auch die Möglichkeit mal so als Hobbymodel auszuhelfen?
00:10:54: Und ich habe gemerkt wie viel Spaß mir das macht!
00:10:58: Also es war etwas was ich von mir selber ein bisschen runtergemacht habe.
00:11:05: Gedanke waren, naja das macht man ja nicht.
00:11:07: Dass man sich so einen Mittelpunkt stellt und diese Bescheidenheit eher.
00:11:14: Also ich habe es dann selber auch ein bisschen abgewertet in mir.
00:11:20: Die stellte sich aber schwieriger als gedacht heraus.
00:11:23: Zudem kam ich auch die schon seit dem Jahr zum Jahr-zu-Jahr schwieriger.
00:11:35: Viele ihrer Freunde und Bekannte, die gut bezahlte Jobs hatten zum Beispiel als Manager landeten auf der Straße.
00:11:43: Zur gleichen Zeit ging ihre damalige Beziehung in die Brüche.
00:11:47: Mit dem letzten Besuch ihrer Eltern merkte sie auch das erste Mal meine Eltern werden alt.
00:11:54: Das ist dir vielleicht schon mal aufgefallen.
00:11:57: Wenn du jemanden länger nicht gesehen hast fallen dir Veränderungen schneller auf als wenn du jeden Tag mit der Person verbringst.
00:12:04: Das Zusammenspiel all dieser Punkte führte sie zur Entscheidung, zurück nach Hause zu ziehen.
00:12:12: Nach fünf und ein halb Jahren in Barcelona setzte sie sich in den Flieger zurück nach Österreich.
00:12:19: Daheim stellte sie etwas spannendes fest – die Herausforderung war nicht, sich von daheim zu verabschieden und in ein fremdes Land zu ziehen, ihre Herausforderungen war, sich wieder in Wien einzuleben!
00:12:33: Als Erstes folgte in Wien die Gerichtspraxis, bevor sie dann im öffentlichen Dienst als Juristin zur Arbeiten begann.
00:12:42: Wen Großteil dieser Zeit war sie im Bereich der Verwaltung von EU-Förderungen tätig.
00:12:48: Dort benötigte sie nicht nur ihren juristischen Backgrounds sondern auch organisatorisches Kommunikation, Management und ihre Fremdsprachenkenntnisse.
00:12:58: In diese Zeit lernte sie ihren jetzigen Partner kennen der aus der Steiermark kommt, in die sie es immer mehr gezogen hat.
00:13:07: Ihnen kam dann Corona zugute weil sie dank Homeoffice vermehrt in der Steirmark arbeiten konnte.
00:13:14: In den Jahren im Jahr ist es so und sie ging in Karrenz.
00:13:19: Nach der Karrenze wurde allen klar dass das Pendeln zwischen Graz- und Wien mit Kind keine richtige Zukunft hat.
00:13:30: hat mir dieses Hin- und Herbändeln schon auch Spaß gemacht.
00:13:33: Also da habe ich wieder gemerkt, ich beweg mich... Ich bin gerne an verschiedenen Orten, ja?
00:13:38: Und ist irgendwie auch etwas was ich mir später mal wieder vorstellen kann, dass man halt nochmal zwei Tage in Wien ist und dann wieder in der Steier mag oder so.
00:13:48: Aber in dem Moment eben mit einem kleinen Kind war das dann so, hm, das wird schwierig sein.
00:13:55: Rational weiß klar, dass sie sich ein Job in oder um Grad suchen wird!
00:14:00: Doch die Entscheidung dann wirklich zu treffen, war nicht einfach.
00:14:05: Es war ein Festhalten an einer Sicherheit – an einem Team mit dem sie seit vielen Jahren zusammen arbeitete.
00:14:12: An einen Shop der abwechslungsreich und ihr Spaß machte.
00:14:17: Im April, im Jahr ist es auch so, dass Barbara ein Berufscoaching gemacht hat.
00:14:22: Sie weiß noch ganz genau wie sie dort saß und alle Möglichkeiten aufgezählt hat!
00:14:27: Sie könnte weiter in Wien arbeiten um Händeln.
00:14:30: Sie könnte sich in Graz einen Job suchen.
00:14:33: Weiter kam sie nicht, denn ihre Coaching unterbrach sie.
00:14:36: Okay!
00:14:37: Wenn du jetzt alles außer Acht lässt, stelle ich vor, du konntest alles machen.
00:14:43: Was würdest du machen?
00:14:45: Wenn alles möglich ist.
00:14:49: Und wir sind ... ja... Wir sind wirklich die Training gekommen, weil ich bei uns so gemerkt hab, da is ja noch was ganz anderes, was ich eigentlich gar sehen will, weil ich ... wo ich nie hingeschaut hab.
00:15:06: Also es ist einfach in der Zeit dann auch etwas zum Vorschein gekommen in mir ja was sich ein bisschen verdrängt hat würde ich sagen und ich habe das dann euren bammel so beschrieben wie ein heimlicher Verehrer der dich jahrelang verehrt.
00:15:21: du willst ihn eigentlich nicht sehen er geht eigentlich nur am nerv und plötzlich steht er vor dir und sagt Schau mich an, jetzt musst du mich anschauen.
00:15:27: Ich gehe da nicht mehr weg!
00:15:28: Lass dich nicht vorbei bis du dich nicht mit mir auseinandergesetzt hast, ja?
00:15:34: In ihr macht es sich kein spezieller Beruf breit sondern Aufgaben.
00:15:39: Sie möchte sprechen vor Menschen und Mitmenschen sprechen sie möchte schreiben und in die Richtung Kommunikation gehen.
00:15:46: sie möchte eine kleine Bühne haben Und dennoch war da die Unsicherheit ob sie wirklich ihren Job wechseln sollte.
00:15:54: Es wäre das Einfachste, dort zu bleiben wo sie war.
00:15:58: und würde sie es überhaupt schaffen in einer neuen Branche Fuß zu fassen?
00:16:03: oder würde es wie im Barcelona unter Mode werden.
00:16:06: Sie hatte damals alles auf eine Karte gesetzt und das hat nicht funktioniert.
00:16:12: Barbara probierte solange es ging an Wien und an dem was die Kannte festzuhalten.
00:16:17: Viele Jahre ihres Lebens hatte er für sie gut gepasst aber es wurde Zeit für sie weiterzuziehen und sie selbst war die Letzte in ihrem Umfeld, die das gemerkt hat.
00:16:28: Für alle anderen war es schon klar, dass der nächste Schritt ein Job in Grad sein wird.
00:16:34: In diesem Sommer begegnete sie einen alten Schulkollegen – der jetzt Sänger ist!
00:16:40: Eine andere Schulkullegin trat sie eines Tages auf der Straße.
00:16:44: Sie ist Fernsehmoderatorin.
00:16:46: Beide hatte Barbara über zwanzig Jahre lang nicht mehr gesehen Und genau in den Monaten, in denen sie ihren Umbruch erlebte und überlegte dem Inneren Drang nachzugehen, traf es die Bekannte, die in der Medienbranche arbeiteten.
00:17:01: Ein Zeichen?
00:17:05: Während sie Arbeitszuchen gemeldet war, machte sie an den Wochenenden eine berufsbegleitende Ausbildung zur Moderatorin und Redakteurin für Radio- und Fernsehen.
00:17:17: Sie wollte nichts überstürzen und in der Ausbildung erst mal schauen, ob es wirklich das Richtige für sie ist.
00:17:24: Sie suchte aktiv nach Jobs in der Juristerei, merkte aber bald dass ihr Herz für das Kreativ erschlägt.
00:17:32: Zudem kam hinzu, dass sie im juristischen Bereich nichts passendes fand.
00:17:37: Sie wollte und will nur Teilzeit arbeiten um genug Zeit mit ihrem Kind verbringen zu können.
00:17:43: Nach sieben Monaten schloss sie ihre Ausbildung ab und bewahrt sich in beiden Bereichen, um nochmal deutlicher zu bemerken dass sie für die Medien brennt.
00:17:52: Sie hatte das Gefühl so vor noch nie in ihrem Leben.
00:17:55: es war kein rationaler nächster Schritt der sie antrieb sondern ihr ganzes Sein zog in diese Richtung und ließ sie nicht mehr los.
00:18:05: dennoch schlass sie aus pragmatischen Gründen die Juristerei nicht aus.
00:18:10: Insgesamt war sie über ein Jahr Arbeitssuchend.
00:18:13: Anfangs war Barbara extrem motiviert und senderte Bewerbung nach Bewerbung ab, aber mit der Zeit wenn nicht mal eine Einladung zu einem Bewerwungsgespräch kam wurde ihre Energie die ihr ihr Neuanfang gab immer weniger.
00:18:29: Arbeitslos fühlte es sich aber nie!
00:18:32: Ihr Sohn war zwar am Vormittag in der Kinderbetreuung, aber am Nachmittag übernahm sie ihn.
00:18:38: Sie hatte damals auch gerade mit ihrem Partner ihr gemeinsames Haus gebaut und es gab noch viel zu erledigen.
00:18:45: Sie lernte und übte die Übungen von ihrer Ausbildung, verbrachte viel Zeit am Laptop um Stellenausschreibung durchzugehen.
00:18:53: Und dennoch machte die Situation etwas mit ihren Selbstwert und Selbstbewusstsein.
00:18:59: In Graz gibt das drei große Radiostationen – einen Fernsehsender!
00:19:05: Von allen bekam sie Absagen.
00:19:08: Dieser Moment war nicht leicht für sie, denn wo soll sie sich noch bewerben?
00:19:13: Es gibt ja keinen mehr.
00:19:16: Sie bewahrt sich schon für ein einmonatiges unbezahltes Praktikum von dem sie eigentlich sehr wenig hält und überrascht war dass es sie noch gibt.
00:19:24: aber sie wollte dadurch versuchen einen Fuß in die Tür zu bekommen Aber die Tür ging nicht mal auf.
00:19:31: sie bekam nur eine weitere Absage Ihr Plan schien nicht aufzugehen Und sie dachte, dass sie mit vierundvierzig vielleicht wirklich zu alt ist um sich in Richtung Medien umzuorientieren.
00:19:45: Und es waren dazwischen dann schon immer wieder Momente wo ich ziemlich am Boden war.
00:19:49: Ich habe mir nachgedacht wie geht's jetzt weiter?
00:19:53: Was ist wenn ich nie wieder einen Job finde im meinem Leben?
00:19:55: Also solche Gedanken obwohl ich dann schon auch wusste okay das ist sehr unrealistisch, dass ich NIE wieder einen job finde!
00:20:01: Aber... Wie tue ich jetzt weiter, wo bewerbe ich mich noch?
00:20:05: Jetzt hab' ich das alles schon durch Und es ist aber dann immer wieder, das waren so Momente oder halt zu Phasen.
00:20:12: Wenn ich gelang, dass dann gedauert hat ein paar Tage... Immer wieder kam dann aber trotzdem da an einen anderen Moment wo ich mir gedacht, wo ich dann entweder, wo sich wieder eine Tour geöffnet habe, wo er neue Idee hatte na da könnte ich mich noch bewerben.
00:20:27: Also ich hab' dann auch versucht ein bisschen weiterzudenken.
00:20:30: Es muss ja nicht Radio- oder Fernsehen sein.
00:20:33: Jede Zeitung hat heutzutage Podcasts, Onlineauftritte, Social Media.
00:20:39: Da kann man auch was mit sprechen und so machen.
00:20:43: beziehungsweise ja dann beginne ich halt mal mit mehr mich auf das Interviewen und schreiben und solche Sachen zu konzentrieren.
00:20:50: also ich habe versucht dann einfach auch immer neue Möglichkeiten zu finden haben mich dann wieder neu beworben.
00:20:55: das hat mir auch wieder Aufschwung gegeben.
00:20:58: Mit jeder Woche länger ohne Job in Aussicht wurde es für sie schwerer.
00:21:03: Nach außen musste sie, wenn jemand fragt das sagen, dass sie arbeitswuchend und arbeitslos ist.
00:21:10: In dieser Zeit erlebte sie auch, dass die Arbeit im Haushalt- und Kinderbetreuung in unserer Gesellschaft kein großen Stellenwert hat.
00:21:19: Es gibt keinen monetären Gegenwert.
00:21:22: Kehrarbeit wird nicht bezahlt – und Arbeit, die nicht bezahl wird, wird oft mit weniger Wert gleichgestellt.
00:21:30: Und diese Gedanken kamen nicht nur von außen sondern auch von ihr selbst.
00:21:35: Die Arbeit, die sie in dieser Zeit leistete hatte keinen Wert.
00:21:39: Es ist die traurige Wahrheit das unsere Gesellschaft so denkt.
00:21:43: Aber für Sie war es sehr erschreckend dass selbst sie auch so dachte.
00:21:49: Es war schwierig für mich.
00:21:51: also ich habe das dann auch oft.
00:21:53: Ich hab das danach eben mit meinen Eltern besprochen und haben danach gesagt Ja du musst dir selber diesen Wert aber auch geben.
00:21:58: Also ja auch Und ich habe gemerkt wie schwer mir das fällt Und ich habe mir dann schon noch überlegt, was wäre.
00:22:07: Ich hatte auch ein spannendes Podcastgespräch mit einer Frau, die sich sehr viel auch mit dem Thema Kehrarbeit auseinandergesetzt hat und ich habe für mich dann auch die Frage gestellt – Was wäre oder wie würde es mir gehen?
00:22:19: Wenn ich für das, was ich da mache, wenn diese Kehrarbeit wirklich bezahlt wäre, wenn ich da pensionsversichert wäre und eine Bezahlung bekomme, würde ich mich trotzdem noch quasi un... Unnütz, aber so ein bisschen wertlos fühlen.
00:22:37: Oder würde ich dann anders draufschauen?
00:22:39: Und ich bin mir sicher, ich hätte ein anderes Gefühl
00:22:41: damit.".
00:22:43: Im November im Jahr zweitausendfünfundzwanzig bekam sie ihr erstes dreimonatiges Praktikum in einer Podcast-Agentur.
00:22:51: Mit dieser Zusage und Aufgabe stieg er selbst Wert wieder – sie bekam das Gefühl dass alles ins Laufen kommt!
00:22:58: Nach dem Praktikum konnte sie binnen kürzester Zeit drei Bewerbungen raus schicken.
00:23:03: Ein paar Tage später sah sie die Ausschreibung für ihre jetzige Stelle.
00:23:08: Sie las die Stellenausschreibungen und dachte sich, das würde perfekt passen – ein neunmonatiges Praktikum als Redakteurin bei einer Regionalzeitung, flexibler Arbeitszeiten der perfekte Einstieg für sie in die Medienbranche.
00:23:22: Sie bekam gleich einen Anruf, dass sie ihren Lebenslauf spannend finden um Barbara gerne kennenlernen möchte.
00:23:29: Beim Bewerbungsgespräch verspürte sie kaum Nervosität Weil sie beim Telefonat mit dem Chefredakteur das Gefühl hatte, dass passt.
00:23:38: Und das Gefühl beruhte auf Gegenseitigkeit und auch ihr Wunsch Teilzeit arbeiten zu können wurde nachgekommen.
00:23:47: Mit den Job wurden ihre Selbstzweifel leiser.
00:23:50: Ihr Selbstwert wurde wieder hergestellt und sie fühlte sich bestärkt in ihrem Weg.
00:23:56: Wer mir auf den sozialen Medien folgt kennt Barbara auch schon ein bisschen.
00:24:01: Sie hat ebenfalls einen Podcast worüber wir uns kennengelernt haben.
00:24:06: Sie hatte schon länger die Idee von einem eigenen Podcast, sie hat es aber immer vor sich hergeschoben weil sie die ganze Technik eingeschüchtert hat.
00:24:15: und ja sie redet gerne mit Menschen.
00:24:18: Aber Interviewführung ist dann nochmal ein neues Gebiet für sie gewesen.
00:24:23: Während ihrer Ausbildung ist der Wunsch nach einen eigenen Podcast gewachsen.
00:24:28: Irgendwann war die Neugier und Freude an etwas neuem größer als die Angst vor dem Einstieg in dieses große Gebiet.
00:24:36: Mit dem Entschluss das erst mal nur für sich selbst zu machen, setzte sie sich letzten Sommer hin und recherchierte Podcastkonzepte, Tontechnik, Schnittprogramme für Podcasts – welches Equipment brauche ich um einen Podcast zu starten?
00:24:51: Schritt für Schritt kam sie den Thema näher!
00:24:54: Sie rief alte Bekannte an, die sich vielleicht damit auskampen.
00:24:58: Hab mir ein Thema, also das war dann eh recht bald klar, ich hab gemerkt es muss ein Thema sein mit dem ich mich total identifizieren kann ja wo ich auch was dazu beitragen kann wo ich drüber sprechen kann.
00:25:11: und das war eben dass dann mit Veränderungen Umbrüche bei Frauen weil ich auch gemerkt habe in meinem Umfeld als immer wenn ich darüber gesprochen habe über meine Veränderung Mir andere Frauen erzählt mir, es ist auch so gegangen.
00:25:24: Und nach der Querenz oder wie ich vierzig geworden bin oder verschiedenste Lebenssituationen.
00:25:32: Genau!
00:25:32: Am feinsten
00:25:36: des Dezemberjahrs gegen ihr Podcast How to Fly mit der ersten Folge Online.
00:25:43: Am meisten machte ihr das Zuhören und das Kennlernen von anderen Geschichten Spaß.
00:25:48: Jede Geschichte ist individuell und einzigartig, und dennoch haben sie oft den gleichen Ursprung.
00:25:54: Ein Gefühl das langsam begann und irgendwann zu stark wurde um es zu ignorieren – eine Gemeinsamkeit die alle Folgen von How to Fly verbindet.
00:26:04: Am schwierigsten war für Sie sich die Schnitttechnik beizubringen.
00:26:08: Sie belegte einen eintägigen Kurs in dem sie alle Features kennenlernte.
00:26:13: Danach war es ein Dazusetzen, sich damit beschäftigen und üben.
00:26:19: Dazu kam noch ihr Perfektionismus, wegen dem sie ihr erstes Gespräch zehnmal geschnitten hat – Stundenlangs hin- und herüberlegen was sich jetzt wirklich besser anhört!
00:26:30: Mittlerweile probiert sie mutiger zu sein und auch ihren eigenen Anspruch nicht so hoch anzusetzen.
00:26:37: Sie ist keine gelernte Tontechnikerin.
00:26:40: Deshalb ist es unrealistisch, sich mit den Arbeiten von Tontechnikern zu vergleichen.
00:26:48: Meine eigentliche Frage was Sie Ihrem Vergangenheits-Ich sagen würde haben wir beide in einem Video beantwortet.
00:26:55: Das findest du auf unseren Kanälen Zwischenton.podcast und how to fly underline podcast.
00:27:03: Deshalb habe ich dieses mal die Frage Hast Du einen Mantra oder Satz der dich begleitet vom Barbara übernommen?
00:27:11: Ja Ich meine, das ist jetzt etwas was auch schon vor kurzem eine Frau in meinem Podcast gesagt hat.
00:27:19: Aber es ist tatsächlich etwas was ich immer mehr mit dem Alter versuche mir zu sagen wenn's schwierig wird oder wenn ich da so ein bisschen anstehe dieses Vertrauen ins Leben dass das Leben gut mit mir meint und dass es einfach so wie es gerade ist Stimmig ist, ja.
00:27:44: Und dass es sich entwickeln darf und Zeit braucht.
00:27:50: aber das so wie's jetzt ist also wenn ich... Dass das okay is'?
00:27:55: Ja
00:27:58: Nach dem Gespräch willte Barbara sich freudig aufgewühlt.
00:28:02: Es war das erste Mal, dass sie ihre Geschichte so offen erzählte Jemanden mir alles erzählt hat wobei wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich kannten.
00:28:13: In ihr blieb ein beflügelter schönes Gefühl, dass der Raum auslöste, den sie und ihre Geschichte gerade bekommen haben.
00:28:22: Okay!
00:28:23: Und welches Gefühl löste das Aufschreiben von Barbara's Geschichte in mir aus?
00:28:28: Mich begleitet er noch lange.
00:28:30: die Sache mit dem Selbstwert.
00:28:32: Oft um nicht zu sagen immer werden wir von außen bewertet sei es unser Aussehen unserer Leistung oder unser Charakter – und das fängt schon als Kind an Spätestens wenn in der Schule die ersten Noten anstehen.
00:28:46: Wenn wir nie lernen, dass unser Selbstwert nicht von den Bewertungen von außen bestimmt wird haben selbst Zweifel ein leichtes Spiel und irgendwann beginnt man den eigenen Wert nur noch daran zu messen wie andere einen sehen.
00:29:01: das Problem Wir können nicht kontrollieren wie andere uns sehen aber wir können lernen unseren Wert nicht länger davon abhängig zu machen.
00:29:11: es heißt selbst Wert, weil wir diesen selbst bestimmen können.
00:29:16: Und vielleicht beginnt ein glücklicheres Ich genau dort wenn wir aufhören uns von außen definieren zu lassen!
00:29:24: Was ist dein Zwischenton?
00:29:25: Hast du schon mal über das Thema nachgedacht?
00:29:29: Lass es mir hier in den Kommentaren oder auf meinen Social Media Kanälen wissen.
00:29:33: Dort findest Du wie immer einen Kapitelpost mit Bildern und Barbara's Lieblingslied.
00:29:39: ich hoffe Dir hat das Kapitel gefallen.
00:29:41: Wenn ja, zeil es mit deinen Freunden, abonniere den Podcast und aktiviere die Glocke um kein Kapitel mehr zu verpassen.
00:29:50: Ich wünsche dir eine schöne Woche!
00:29:52: Achte auf dich und deine Mitmenschen.
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