“Ich habe mich nie als schön genug gesehen”

Shownotes

13 “Ich habe mich nie als schön genug gesehen”- Model, Melanie Gattringer

Von außen scheint Melanie dem Schönheitsideal zu entsprechen. Doch sie sah sich selbst jahrelang als nicht schön genug an.

Wir sprechen darüber, was Schönheitsideale mit uns machen, warum Kommentare von außen oft länger bleiben, als uns lieb ist und wie leicht wir anfangen Meinungen und Gedanken zu übernehmen, die ursprünglich gar nicht von uns kamen. Melanie erzählt von ihrem Weg in die Modelbranche, von ihrer Miss-Wahl, Selbstzweifel und Erfolgen.

Ein Kapitel über Selbstwahrnehmung, gesellschaftliche Erwartungen und darüber, wie wichtig die Menschen um uns herum sind.

Buchempfehlung von Melanie: The Secret von Rhonda Byrne

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00:00:08: Hi, ich bin Helene und ich freue mich, dass du wieder eingeschaltet hast.

00:00:12: Kurze Info von mir!

00:00:14: Wir bereits auch auf meinen Social-Media-Accounts kommuniziert war ich beim ÖDRAI Podcast Festival in Wien eingeladen.

00:00:21: Ich musste mich danach etwas länger ausruhen als gedacht Deshalb die längere Pause.

00:00:26: Ab jetzt geht es aber wie gewohnt im zwei Wochen takt weiter.

00:00:31: In Bezug auf Schönheitsideale und den Beruf eines Models gibt es viele Sätze und Aussagen, die wir so oft hören, dass wir sie irgendwann vielleicht sogar übernehmen.

00:00:42: Du bist nicht hübsch genug – zu dünn oder zu dick?

00:00:45: Nichts Besonderes!

00:00:46: Oder auch das ist doch keine richtige Arbeit.

00:00:51: Oft merken wir gar nicht wie wir langsam anfangen diese Gedanken zu teilen.

00:00:55: Wir merken nicht mehr, dass sie ursprünglich gar nicht von uns selbst kamen Und diese Gedanken werden täglich mit neuen Bildern in den Medien gefüttert überall maglose Haut, perfekte Körper und perfekter Leistungen.

00:01:09: Wir wissen zwar rational dass nur ausgewählte Bilder in den sozialen Medien landen – und das auch perfekten Menschen nicht immer perfekt sind!

00:01:19: Und trotzdem machen diese täglichen Bilder etwas mit uns….

00:01:24: …und vielleicht ist es auch kein Zufall denn unsere Gesellschaft zählt Leistungen und Aussehen oft mehr als wir zugeben möchten.

00:01:32: Vor allem junge Mädchen bekommen von klein auf mit, dass sie aussehen und ihr Körper eine Rolle spielen.

00:01:40: Manchmal dauert es Jahre bis wir merken welche Gedanken wirklich unsere eigenen sind und welche wir nur übernommen haben.

00:01:48: Heute möchte ich dir die Geschichte vom Melanie erzählen – einer Frau, die für viele Menschen unserem Schönheitsideal entspricht und sich selbst trotzdem lange nicht als schön genug betrachteter?

00:02:00: Hol dir einen Tee oder Kaffee und mach's dir gemütlich!

00:02:03: Ich wünsche dir viel Spaß beim folgenden Kapitel.

00:02:07: Es ist Anfang der zweitausender Jahre.

00:02:09: Melanie besucht die Volksschule, machte Schule und stand das Mittagessen an – bevor sie die Post durchging!

00:02:16: Ist wieder ein Modekatalog angekommen?

00:02:19: Ihre Lieblingsbeschäftigung war es diese durch zu blättern um die Models anzuschauen.

00:02:25: Es war so.

00:02:26: Ich habe eigentlich schon als Kind immer zur Mama gesagt, ich stundenlang den Auto-Katalog, den Neckermann-Katalog angeschaut und immer zur mama gesagt, Mama dabei sieben Zehen, so in etwa.

00:02:36: Da habe ich gesagt Mama wie kann ich das werden?

00:02:40: Jeden Tag!

00:02:40: Mama wie können wir es werden?

00:02:42: Sie weiß auch nicht, ihr habt keine Ahnung wie man das werden kann, sage Mama ich mich das unbedingt werden.

00:02:48: Ein paar Jahre später Melanie ist vierzehn Jahre alt Die Freundin ihres großen Bruders machte die Friseur Meisterprüfung und brauchte noch ein Model.

00:02:58: Melanie hatte wieder Großteil der Mädchen zu dieser Zeit Germany's Next Topmodel geschaut, wollte unbedingt aussehen wie Lena Gerker.

00:03:06: Aus ihren superdicken und vor allem langen Haaren wurde eine Pixie.

00:03:11: Sie trauerte ihren gewohnten Haaren noch lange zurück – aber das ganze Drama hat sich ausgezahlt!

00:03:18: Der damalige Chef ihrer zukünftigen Schwiegerin hatte Kontakte in ihrem Modellbranche und schlug Melanie als Model vor.

00:03:26: Mit vierzehn Jahren hat sie ihren ersten Model-Shop für das Ressournmagazin Intercuffeur, Sie wurde das Gesicht einer Kampagne die weltweit unter anderem auch im Paris und Tokyo ausgestrahlt wurde.

00:03:40: Bis heute war es eine der größten Shops den sie hatte.

00:03:43: Beim Shooting in Salzburg bekam sie ein sehr gutes Feedback und fuhr voller Freude zurück nach Oberösterreich.

00:03:51: Doch ihre Mitschüler und ein Großteil ihres Umfelds haben diese Freude nicht geteilt, sie wurde belächelt ausgelacht und nicht ernst genommen.

00:04:01: Sie bekamen keine Anerkennung für Ihre Leistungen.

00:04:04: Im Gegenteil – Ihre Arbeit und Leistung wurden heruntergespielt.

00:04:09: Melanie konnte sich von den Reaktionen nicht distanzieren und sie verfolgte diesen Weg nicht weiter.

00:04:16: Wie wir vorhin gehört haben, sie hatte schon immer Interesse im Modeln – aber die Ablehnung ihres Umfeldes, diesen Beruf gegenüber hat sie ausgebremst.

00:04:27: Gerade am Land und damals wahrscheinlich noch mehr konnte und kann man den Beruf nicht greifen!

00:04:33: Man konnte sich wenig darunter vorstellen und er wurde belächelt….

00:04:38: Melanie hat die Erfahrung gemacht, dass es dargestellt wird als würde sie selbst verliebt sein und einfach nur nett lächeln.

00:04:45: Wie sie ihren eigenen Beruf sieht erfahren wir etwas später.

00:04:49: Im Nachhinein sagt sie schon das Modelsein immer ihr Traumberuf war Aber sie liest diesen innerlichen Wunsch nie ganz zu.

00:04:58: Die Jahre vergingen Sie ging weiter zur Schule und lebte ein ganz normales Leben.

00:05:05: Als Melanie neunzehn Jahre alt war, änderte sich ihr Leben abrupt.

00:05:10: Damals gab es noch Miss-Wahlen unter anderem Miss Mühviertel.

00:05:15: Ich bin zu Hause in meinem Zimmer gesessen mit Chips.

00:05:19: Habe mir gedacht so, hm keine Ahnung gehe ich heute nur Sport oder nicht?

00:05:23: Keine Lust.

00:05:24: und auf einmal klingelt das Telefon Und dann hat sie Amario gemeldet Keine Ahnung von wo er mein Nummer hat.

00:05:30: Und er hat mich gefragt, du bist recht hübsche und ob ich da mitmachen will?

00:05:35: Weil du bist ja vom Müffettel!

00:05:39: Dann habe ich mir angeschaut, hab das Chipsägel angeschauen.

00:05:42: Da haben wir gedacht so, kann ich nicht machen.

00:05:45: Geht's ihr nicht

00:05:46: aus?!

00:05:48: Und hab abgesagt, aufgelegt und hab dann kurz überlegt... die Chips weggelegt und bin dann nur schwimmen gegangen.

00:05:59: Ich war eine halbe Stunde schwimmen und habe darüber nachgedacht, was das jetzt war, warum ich da angerufen hatte und keine Ahnung.

00:06:06: Und dann haben wir gedacht, nein, egal!

00:06:08: Ich ruf noch zurück, ich mache es

00:06:09: durch.".

00:06:12: Es ist der elfte Jänner aus dem Jahr.

00:06:15: Melanie hat in den letzten fünf Jahren immer wieder mal kleine Jobs und Auftritte in einer Modellbranche gehabt.

00:06:21: Diese konnte sie aber an einer Hand abzählen.

00:06:25: Und diesen Samstag war sie bei einer kleinen Modeschau in Freistaat.

00:06:29: Als sie fertig war, setzte sie sich ins Auto und machte sich auf dem Weg ins Fuhlhaus in Mönchdorf.

00:06:36: Dort wird heute Abend die Miss-Mühviertel gewählt!

00:06:40: Als sie ankam waren die andere Mädels schon vor Ort und wurden gerade geschminkt.

00:06:45: Sie war etwas eingeschüchtert von den anderen.

00:06:47: Zu dieser Zeit war Melanie noch nicht so selbstbewusst wie heute.

00:06:51: In ihren Augen waren alle Anderen Immer viel schöner.

00:06:56: Habe ich gar nicht so hinterfragt, wie und was das jetzt wird?

00:07:00: Und die hätte auch gar nicht damit gerechnet, dass sie da gewinnen.

00:07:04: Weil in meinen Augen waren sowieso immer alle anderen schöner!

00:07:07: Es war immer so, dass ich mir gedacht habe, wow, die hat so schöne Haare, die hatte so schöne Augen... Die hat schöne dünne Beine, die ist so groß.

00:07:14: Also es war immer schwer einordnen Kindern.

00:07:17: Ich hab mich immer eher bei den letzten gesehen.

00:07:23: Alle Mädels mussten zweimal auf den Lauf stecken, einmal in einem schwarzen Abendkleid und einmal im Bikini.

00:07:30: Vor dem zweiten Lauf war sie schon sehr aufgeregt.

00:07:33: Sie hatte zuvor noch nie etwas in der Art gemacht und hat sich dementsprechend unwohl gefühlt.

00:07:39: Er half die Unterstützung, die sie hatte – sie war damals in der Landjugend Tragwein aktiv und die organisierten eine Busfahrt um für sie Stimmung zu machen.

00:07:50: Melanie hat das Ganze nicht so ernst genommen.

00:07:53: Sie dachte, es wird ein grüner lustiger Abend in der Disco und das war's!

00:07:57: Sie wusste nicht, dass so ein langer Weg in den Bewerben möglich ist und wie groß diese Babel war?

00:08:05: Als ihr Name als Ziegerin verkündet wurde und sie eine Schärpe ungehängt bekommen hat, freute sich sich einfach nur.

00:08:12: Dann wurde verkündert, dass Platz eins und Platz zwei zum Miss-Obeistreich wert.

00:08:18: Sie dachte, dass es ein weiterer Abend in einer diskurviert.

00:08:22: Doch schnell stellte sie fest – Es wird ernster!

00:08:25: Es gab davor einen Laufstegtraining, Fotoshootings und Coachings.

00:08:30: Melanie mochte die Dynamik, die alles annahm.

00:08:33: Sie und andere Mädels konnten in dieser Zeit viel voneinander mitnehmen.

00:08:38: Melanie lernte ihn richtig hohen Schuhen zu gehen, fing mit regelmäßigen Sport an und lernte sich zu präsentieren.

00:08:45: In diesen Alter sind viele Mädels noch unsicher.

00:08:49: Melanie ging es genauso, in diesem Jahr wurde sie immer selbstbewusster.

00:08:55: Sie fühlte sich in der Gruppe wohl und die Stimmung war immer gut – auch Neid gab es in dieser Phase nicht.

00:09:03: Sechster April, Kassinolenz.

00:09:07: Nach einem wochenlangen Training ist der große Abend gekommen.

00:09:11: Die Miss-Obe ist reichwahl.

00:09:13: Drei Mal betrat Melanie den Laufsteg, bevor die Platzierungen bekannt gegeben wurden.

00:09:18: Dieser Abend war für sie nervenaufreibend!

00:09:21: Es half ihr aber zu wissen wie sehr sie unterstützt wurde – ihre Familie, Freunde und viele Tragweiner füllten einen Bus um Melanie anzufeuern.

00:09:31: Melanie wurde Zweiter und hat damit das Ticket für die nächste Runde, die Miss Österreich-Wahl gelöst.

00:09:39: Bevor am dritten Juli twenty-viertzehn die Miss Österreich Wahl gab es ein Trainingscamp.

00:09:46: Dort lernte sie von Silvia Schneider, wie man sich in Interviews gibt – mit Patricia Kaiser die jüngste Miss Austria ist hatte sie Laufsteg-Training und Fotoshootings mit Manfred Baumann.

00:09:59: Nach einer sehr intensiven Woche stand am Donnerstag die Misswahl im Casino Baden bei Wien an.

00:10:06: Melanie war von der Dimension, die sie dort erwartete überwältigt.

00:10:11: Es waren achtzehn Kandidatinnen zwei von jedem Bundesland.

00:10:14: Die Schüre war größer und bedeutender, der Andrang am Eingang war

00:10:19: groß.".

00:10:20: Melanie weiß heute nur mehr dass sie die ganze Zeit einfach nur nervös war – Sie musste nach ihren ersten Run vorne stehen bleiben sich kurz vorstellen und eine Frage beantworten.

00:10:31: Heute muss sie darüber lachen wie unsicher, kurz und leise sie die Frage beantwortet hat.

00:10:38: Melanie ordnete sich noch immer sehr weit hinten ein und fragte sich immer wieder Bin ich richtig hier?

00:10:45: Kann ich das

00:10:45: schaffen?".

00:10:47: Was ihr half, war das gute Feedback von außen.

00:10:50: Oft hörte sie, du bist Favoritin!

00:10:52: Sie dachte sich zwar immer okay – das meinen sie nicht ernst… aber sie fühlte sich nicht mehr ganz falsch am Platz.

00:11:01: Melanie hatte von der Friseurmeisterprüfung ihrer Schwiegerin noch immer nicht ihre langen Haare zurück.

00:11:07: Silvia Schneider sagte ihr kurz vor ihrem ersten Lauf «Du brauchst als Miss längere Haare».

00:11:13: Sie nahm ihre eigenen Extensions aus ihren Haaren und gab sie Melanie.

00:11:18: Die Stylistin setzte sie ihr aus Zeitgründen nicht mehr ein, aber diese Geste von Sylvia die zeigte du bist meine Favoritin gaben Melanie einen großen Push.

00:11:30: Mit ihrer Performance wurde sie viertplatzierte.

00:11:34: Ja ich habe heute nur ein Fotostell weil ich zu dem Zeitpunkt irgendwie gar nicht realisiert hab dass ich doch vielleicht hübsch bin, weil in dem Moment habe ich mich nicht so gefühlt.

00:11:45: Es ist eh witzig, weil es ist so konträr... Ich hab eigentlich mitgemacht aber hab mir immer eher am schlechtesten gefühlten.

00:11:52: Also ich hab immer alle anderen vor mir gerankt und war dann sehr überrascht, dass ich trotzdem nach Viertel geworden bin wo ich dazu sagen muss In der Jury sitzen halt auch teilweise Menschen die man kennt oder nicht kennt also Generell wenn man so etwas mitmacht, weil ich war dann schon irgendwie enttäuscht zu sehen dass da nicht alles immer ganz neutral ablauft.

00:12:20: Das muss man aber auch wissen und verstehen und dann ist es leichter

00:12:25: Wenn Melanie heute darüber nachdenkt denkt sie wäre schon viel mehr drinnen gewesen Aber sie ist froh in diesen Jahr dabei gewesen zu sein um die Erfahrung gemacht zu haben.

00:12:37: Auch der Prozess des Akzeptierens, das im Leben selten etwas ganz neutral abläuft, hilft ihr heute sehr.

00:12:44: Ihr Umfeld hatte auf die Modelpläne und Shops selten gut reagiert – umso überraschter war sie, dass auf die Bewerbe richtig gut reagirt wurde!

00:12:54: Es wird darin liegen, daß es ein Bewerb war mit einem ersten zweiten und dritten Platz.

00:13:01: Es ist für Menschen, die diese Branche nicht kennen greifbarer.

00:13:05: Als sie mit dem vierten Platz nach Hause kam, war der ganze Ort stolz auf Sie.

00:13:10: Damals waren die Missbewerber auch noch viel größer und hatten einen größeren Stellenwert.

00:13:17: Ein paar Wochen nach dem großen Finale bewahrt sich Melanie bei einer Modelagentur.

00:13:22: Gleichzeitig war sie im Register der Missbe Werbe mittrinnen – das kamen auch immer wieder Fotoshootings oder Runways!

00:13:29: Aber sie dachte, jetzt war ich dabei und werde richtig durchstarten….

00:13:34: doch Das trat nicht ein.

00:13:37: Diesen großen Push erlebte nur die Erstplatzierte und für Melanie ging alles schleppend voran.

00:13:44: Sie fing zu studieren an, mit den Model-Shops finanzierte sie ihr Studium – bald merkte sie aber dass sie etwas sicheres und fixes braucht!

00:13:54: Keine Ahnung, es war irgendwie schwierig.

00:13:56: Ich habe mich nicht so schnell zurechtgefunden in dieser Zeit generell in der Jugend bis Anfang zwanzig.

00:14:01: Es war irgendwie ... hab ich nicht gewusst woher ich hin?

00:14:04: Was mache ich?

00:14:04: Ich hab mir nicht richtig gefühlt.

00:14:06: Ich bin nicht bei einer Sochblüm.

00:14:08: Ich hab so viel ausprobiert und hab dann gedacht, boah, ich mach' mich irgendwie lustig weil man hat doch... Dazu meinst du, das ist noch viel mehr!

00:14:15: Man hat doch einfach einen Job, ein Ding und da bleibt man dran.

00:14:18: Man ist einfach konservativ, man is einfach So ganz ernst, und das war ich nie.

00:14:24: Ich war komplett zerstreut – ich hab einmal das gemacht, einmal das, einmal dass, einmal des!

00:14:28: Und war halt so neugierig.

00:14:30: Aber habe mich fehl am Platz gefühlt und dann haben wir gedacht na aus, ich beweise jetzt auch meinen Eltern da sie bei was dabei bleiben kann und hab dann im Büro angefangen.

00:14:41: Ihr Andrieb war der Gedanke, dass das der richtige Weg ist und sie sonst nie erwachsen wird und dass dieser Unsicherheit herauskommt.

00:14:50: Kurze Zeit machte sie dieser Schritt richtig glücklich.

00:14:54: Plötzlich bekam sie Anerkennung von ihrem Umfeld, sie bekamen Schulterklopfer und wurde ernster genommen.

00:15:00: Doch

00:15:01: diese Erfüllung hielt nicht lange an.

00:15:03: Melanie mochte um Marketing-Job – Sie ist bis heute ein paar Stunden in der Woche dort aber es ist nicht ihre Erfüllung!

00:15:11: Sie bekamen weiterhin Anfragen für Shootings mit guter Bezahlungen.

00:15:15: Sie konnte kaum einer zusagen weil sie meistens in ihrer Arbeitszeit fiel und dass du mehr Jobs die Absagte, das zu weniger Anfragen kamen.

00:15:25: Es spricht sich herum wenn ein Model selten verfügbar ist – und irgendwann isst man nicht mehr in den Köpfen der Kunden!

00:15:33: Ein paar Jahre lang hat Melanie alle Urlaubstage- und Zeitausgleiche aufgespart um in dieser Zeit Jobs anzunehmen und zum Modeln.

00:15:42: So ging es ein paar jahrelang aber die Situation setzte ihr immer mehr zu.

00:15:49: Ja, aber ich hab auch nicht auskönnen.

00:15:51: Es war einfach zu dem Zeitpunkt in dieser Struktur drin.

00:15:55: Ich habe mich nicht rausgetragen aus einem Schneckenhaus.

00:15:58: Es hat zwar keiner supportet.

00:15:59: Ich hab durchaus richtig coole Jobs gehabt und hab sie ohne viel Mühe richtig gut gemacht.

00:16:05: Ich habt dort immer gutes Feedback bekommen von die Agenturen und von den Jobs.

00:16:08: Aber man ist halt dann irgendwie nicht verfügbar weil man ja Vollzeit arbeitet und somit verschwindet man immer wieder.

00:16:16: das heißt... Da kommen ja auch ganz wenige Sachen rein, wenn man wenig verfügbar ist.

00:16:21: Und genau und deswegen, das hat mich dann wieder nicht glücklich gemacht und danach habe ich wieder begonnen alles mögliche zu machen.

00:16:29: Dann die Jobs nebenbei, dann hab' ich eine Make-up Ausbildung gemacht nebenbei unter Pilates oder Yogaausbildungen nebenbei.

00:16:36: Und jetzt halt die ganze Zeit so ein Hunger kommt auf wie mehr!

00:16:40: Mir ist es zu wenig, wenn ich nur vierzig Stunden sind genug aber mir war's viel zu wenig viel zu langweilig weiterentwickeln können.

00:16:49: Und dann habe ich noch ein paar Jahre sukzessive Angefangenstunden zu reduzieren und hab's kompensiert mit den Modeln, weil das habe ich besser mit mir vereinbaren können!

00:16:59: Ich war so eine extremer Sicherheitsmensch und habe immer geschaut was denken die anderen?

00:17:03: Und jeder hat immer gesagt ja modeln, das ist ja pfff... Was ist das?

00:17:07: Kann man von dem oder gehört?

00:17:08: oder was tut man da auch?

00:17:11: Die Aussagen von die Anderen wenn sie mal so sagen, ah, du musst wieder ein bisschen modeln keine Ahnung, stößt die wieder ein bisschen so hin und schaut in die Kamera.

00:17:21: Sie haben es komplett belächelt!

00:17:23: Und haben nicht gesehen dass das ein richtiger Job ist.

00:17:27: Melanie hat den Beruf Model nie so gesehen aber sie hatte so oft gehört dass sie die Sichtweise übernommen hat man hat einen anständigen Job und isst nicht model Ein Satz den sie immer wieder gehört hat und irgendwann geglaubt hat.

00:17:43: Sie hat ihren Wunsch heruntergespielt ihn nicht ernst genommen und sich zurückgehalten, daraus etwas zu machen.

00:17:51: Doch so viele Steine auch auf ihrem Weg gelegen haben – so viel wie sie probiert hat einen anderen Weg einzuschlagen!

00:17:58: Sie kamen immer wieder zum Modeln zurück.

00:18:02: Mitte zwanzig während Corona fing Melanie an, sich immer mehr mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen.

00:18:10: Sie hatte alle Podcasts und Bücher die es darüber gibt verschlungen.

00:18:14: Sie hat sich die ganze Zeit nicht richtig gefühlt.

00:18:18: Der Großteil ihres Umfelds hat sich für den klassischen Weg entschieden, mit dem Partner zusammenziehen, Kinder bekommen und dann zurück ins Büro – für sie hat sich dieser Weg immer falsch angefühlt!

00:18:30: Themen wie Pausemachung aus der Normausbrechen- und Money-Mindset haben ihr geholfen, sich gesehen zu fühlen.

00:18:38: Kurzer Einschub Wenn dich das Thema auch interessiert, Carmellani des Buches The Secret?

00:18:44: von Rhonda Briny empfehlen.

00:18:47: Ich schreibe erst dir in die Beschreibung, plötzlich verstand sie dass es unsere Strukturen gibt weil sie ein Großteil befolgt.

00:18:56: Sie sind aber nicht vorgeschrieben.

00:18:58: Das Problem ist wenn man in diesen aufwächst ist das schwer darüber hinaus zu blicken und noch schwerer daraus auszubrechen.

00:19:06: In dieser Zeit wuchs Melanie nochmal weiter über sich selbst hinaus und wurde v.a auch selbstbewusster.

00:19:13: Sie beobachtete, wie andere Models erleben mit dem Modeln finanzieren und fragte auch bei anderen nach.

00:19:19: Es war gar nicht so leicht hinter die Fassade der Modelwelt zu blicken aber sie fand ihren Weg zurück in die Welt.

00:19:27: Ihre Zweifelmomente stand Melanie nicht alleine durch.

00:19:32: Auf alle Fälle man braucht Menschen,

00:19:35: die

00:19:36: die unterstützen die für dich da sind und dir sagen du kannst das.

00:19:42: Schau mal hin, was du schon alles gemacht hast.

00:19:45: Schaue mal hin!

00:19:45: Du bist ja schon am Weg.

00:19:47: Denk nicht immer du bist am Anfang, denk nicht du bist zu alt, zu klein, zu dick, so des.

00:19:53: Denke nicht immer, du bist nicht irgendwo richtig sondern macht es.

00:19:59: Machtes.

00:20:00: Und eines der Schlüsselmomente für mich war mein letzter Partner.

00:20:07: Er hat gesagt, Melanie es ist mir völlig egal was du arbeitest.

00:20:11: Ob du zwölf Stunden bei der Tankstelle arbeiteste weißt ihr denkst?

00:20:16: Das mache ich.

00:20:17: Mache die genauso gern als wenn du Vollzeitmodell bist und ich warste im Moment noch so gut.

00:20:24: Ich habe danach in der Firma gesagt okay ich arbeite jetzt echt nur mehr nahezu geringfügig Und ich probiere das jetzt Ich mach das jetzt.

00:20:35: Und ich hab das dann gemacht und es ist mal so aufgegangen, aber da muss ich echt sagen war eben dieser Mensch egal ob er ein Freundin die Oettern, eine Cousine oder der Partner ist, aber man braucht Menschen an der Seite, die wir unterstützen, die die ehrlich unterstützen.

00:20:50: Wer macht das denn heute schon?

00:20:52: Wenige!

00:20:54: Jeder schaut auf sich jeder hat Stress und ja viele sind ja selber... In dieser konservativen Schiene drinnen, denen vorzeit schwer jemanden zu supporten der was abstraktes macht.

00:21:06: Der Social Media Manager macht, der Podcaster ist, der Model ist so Schauspieler.

00:21:12: Das sind alles Berufe.

00:21:13: für die einen hat man ein bisschen Respekt weil sie nicht so sicher sind.

00:21:16: aber was ist denn sicher?

00:21:17: Mit meinem sicheren Job kann ich nicht so viel Erfolg haben wie mit einem unsicheren Job.

00:21:25: Bevor wir in den zweiten Teil starten möchte ich eine kurze Triggerwarnung aussprechen.

00:21:31: Es wird um Schönheitsideale, Körperbilder und Gewicht gehen.

00:21:35: Achte auf dich während des Hörens und höre diesen Teil wenn nötig mit einer Vertrauensperson.

00:21:41: Anfang zwanzig hat sich Melanie selbst immer als zu dick gesehen – wobei sie dünner als heute war!

00:21:47: Sie hat extrem viel Sport gemacht, wenig gegessen und nur neunundvierzig Kilo gewogen.

00:21:53: Aber wenn sie sich selbst in einem Spiegel oder auf Bilder gesehen hat, war sie in ihren Augen einfach nötiger.

00:22:00: Sie war zu dünn, hat sich aber noch immer so gefühlt als wäre sie zu viel.

00:22:06: Melanie fühlte zehn Jahre lang das sie dick ist, trug aber zu dieser Zeit XS.

00:22:13: Sie kam aus diesen Gedanken heraus indem sie sich mit sich selbst beschäftigter.

00:22:18: Heute sieht sie es als falsches Selbstvernehmung.

00:22:22: in diese Situation helfen ihr auch die engsten Menschen aus ihrem Umfeld.

00:22:27: Sie halfen ihr, sich selbst wieder richtig einzuordnen.

00:22:30: Genauso wie auch das gute Feedback bei dem Missbewerben ihr half, sich einordnen zu können.

00:22:37: Wenn man Menschen um sich herum hat die dich immer chatten dann werde schwierig sich selbst zu akzeptieren.

00:22:44: wenn du aber Menschen um dich herum hast die dich unterstützen und an deiner Seite sind Dann kannst Du wachsen.

00:22:52: Ja

00:22:52: es hatte damals auch mit dem Modeln zu tun Aber nicht nur Heute.

00:22:57: denkt sie, dass sich in diesem Alter eine junge Frau meist nicht richtig hübsch und wohlfühlt.

00:23:03: Und auch das in diesem alter Partner einen sehr großen Einfluss darauf haben können.

00:23:09: Zumindest war es bei ihr der Fall!

00:23:12: Und ansonsten wird man extrem viel von außen bewertet, keine Frage.

00:23:15: Ich bin drüber gestanden grundsätzlich und habe halt versucht dran zu arbeiten.

00:23:19: ich bin schon eher so ein bisschen eine Perfektionistin und schaue das dann alles passt.

00:23:24: und ich hab es da ernst genommen als ich habe wie gesagt super viel Sport gemacht, ich habe geschaut dass ich ja kein Cellulite habe, dass ich schöne Haut habe, das ist schöne Nägel habe, die haare habe.

00:23:33: aber das ist halt dann schon ein richtiger Job, dass man immer an Point zum Shooting erscheint.

00:23:39: Aber keine Frage, ich sehe es in der Modelwelt.

00:23:42: Es haben viele ein S-Thema.

00:23:47: Ich hab's zum Glück nicht.

00:23:49: Ich habe sehr gute Gene von meinen Eltern.

00:23:51: deswegen das ist echt was, was sie mit Leichtigkeit sorgen kann dass es bei mir ziemlich leicht funktioniert wobei wer anderer jetzt sagen wird um Kleidergröße sixunddreißig sind viel zuviel fürs modeln.

00:24:01: aber ist es net Weil wenn man näher in das Modeln reinschaut, wir sind nicht im Paris und wir sind halt in Mailand.

00:24:08: Dort hat man vielleicht größte XS aber in Österreich und Deutschland bist du eigentlich zu dünn.

00:24:13: Früher war ich ganz oft zu dümn.

00:24:15: Jeder hat immer gesagt, na die können wir nicht buchen weil du passt nicht in unsere Kleidung.

00:24:20: Die ganze Kleidungen die hergestellt wird für Shooting ist alles größtesechsunddreißig.

00:24:25: Das heißt, ich war früher eigentlich für ganz viele Jobs zu dünn.

00:24:28: Zu wenig Busen, zu wenig Teile, zu wenige Hintern und das war dann auch so gesagt worden.

00:24:34: Und dann haben wir gedacht ja pur was soll ich tun?

00:24:36: Ich bin eher das Umgekehrte, kann nicht essen was ich will sozusagen und hat nicht funktioniert.

00:24:43: Ja, aber ich sehe schon bei meinen Kolleginnen das die da teilweise sehr verbissen sind und immer an dem Festhängen.

00:24:49: Man muss so dünn sein!

00:24:49: Und ich kann nur sagen wo ich transformiert habe dass es nicht wichtig ist weil es geht nicht darum ob man die oder die Größe hat oder auch Körpergröße oder was auch immer oder ob man blau und braunhaarig ganz egal Es geht nicht daran sondern es geht darum was braucht der Kunde?

00:25:05: Der Kunde hat ein Marke XY Entscheidet.

00:25:10: ja, will ich da jetzt so ein Superskinny-Model oder will wieder einfach eine Frau.

00:25:16: Einfach eine Frau mit fünf und zwanzig.

00:25:19: Eine Frau mit dreißig.

00:25:20: So in etwa!

00:25:21: Und was will ich verkörpern?

00:25:22: Weil der Trachtenmodell will jetzt nicht Milano Fashion Week Girl für Fotoshooting.

00:25:27: Das sind halt diese Unterschiede und da habe ich auch lange nicht verstanden... Was ist richtig?

00:25:34: Weil der eine Kunde hat gesagt, du bist zu dick.

00:25:35: Der andere hat gesagt Du bist zu dünn und der nächste sagt Du bist so klar oder du bist so groß.

00:25:41: Der Andere sagt du bist too kommerziell.

00:25:43: Also du kriegst die ganze Zeit nur Feedback von außen.

00:25:48: Und das musst du total abschirmen weil sonst gehst du unter.

00:25:50: Weil du hast halt einfach...du passt nicht!

00:25:53: Weil, weil, weil.

00:25:55: Und irgendwann muss man lernen.

00:25:56: okay ich werde für den einen passen aber wie passt es für wen anderen?

00:25:59: Es kommt immer darauf an was sucht denn der andre?

00:26:03: Sie probiert die Rückmeldungen an sich abrallen zu lassen und trotzdem gibt es viele Kommentare, an die sie sich vor allem in schwierigen Momenten erinnert.

00:26:13: Eine der schwierigsten Situation ist wenn du für den Kunden als Model passt dich der Fotograf aber nicht passend findet.

00:26:21: im Grunde entscheidet der Fotograph mit ob die Bilder gut aussehen werden oder nicht.

00:26:27: ein guter Shooting kann es nur geben wenn sich alle Beteiligten wohlfühlen.

00:26:32: ein konkretes Beispiel, wie ihr ein Fotograf gesagt habt.

00:26:35: Okay da war halt ein Model dabei.

00:26:36: das macht nur international Jobs und nur für die Vogue und L und alles... Und dann hat er gesagt so ja danke jetzt machen wir dein Outfit nicht.

00:26:47: und ich habe gedacht wusst du okay es ist nicht mehr Outfit sondern es bin ich die jetzt draußen.

00:26:51: was aus dem Foto!

00:26:53: Aber ja muss ich akzeptieren ich meine die mache das seit zwanzig Jahren nur das super professionell und die war nicht hübscher.

00:27:02: Witzig, weil ich hab mal am Anfang gedacht so, die ist gekommen und ich hab gar nicht gewusst dass sie ein Model ist.

00:27:06: Ich hab mir doch gedacht okay... Und dann ist sie aber im Set und sie performt und die schaut und denkt man so

00:27:12: wow!

00:27:13: Wie gut ist die?

00:27:15: Weil es ist ganz wenig oder selten ist es diese Schönheit, die wenn's so erfolgreich macht sondern das Selbstbewusstsein, das Selbstvertrauen, weil die performt dann vor der Kamera ganz anders.

00:27:28: der Reis ist komplett egal, was andere über sie denken.

00:27:33: Jede Pose von der ist einfach cool weil sie mit so einer Coolness am Set steht und das muss man alle lernen.

00:27:40: Da bin ich jetzt auch noch immer dabei dass sie

00:27:43: da cooler

00:27:44: wird und nicht so drauf schaue, passt es, gefällt es dem jetzt?

00:27:50: Vor ein paar Jahren hat jemand zu Melanie gesagt jedes mal wenn du von einem Job heim kommst bist du ganz anders Und ja Damals brauchte sie ein paar Tage, bis sie wieder sich selbst war.

00:28:03: Meist waren das Jobs an denen mehrere Models beteiligt waren.

00:28:08: Sie hat ihren Job immer gut gemacht und ein gutes Feedback bekommen Aber trotzdem fuhr sie voller Selbstzweifel heim.

00:28:15: Die andere Mädels waren einfach schöner Besser um.

00:28:19: Melanie brauchte immer Bis sie aus dem Vergleichen wieder raus kam.

00:28:24: Heute hat sie das kaum mehr.

00:28:26: Seit sie sich selbst akzeptiert hat und mag, geht es ihr besser und auch das Modeln leichter.

00:28:33: Und wenn Sie Kommentare doch an sich rangelassen hat macht sie immer Yoga, hört einen Podcast der ihr gut tut oder blickt auf Ihr Leben zurück – darauf was sie alle schon erreicht hat!

00:28:46: Als sie vor zwölf Jahren mit dem Model anfing war noch size zero gefragt.

00:28:51: je dünnere Beine und Körper desto besser.

00:28:54: Langsam entwickelte sich alles ins Positive und die Diversität kam.

00:28:59: Unterschiedliche Körperbau, Brillen, Zahnspange – keine absolut reine Haut!

00:29:04: Diese Zeit war für Melanie schön.

00:29:06: Sie hat sich wohl- und am richtigen Platz gefühlt, da sie genau im Mittelding war.

00:29:12: Es hat auch ihr den Druck genommen immer perfekt aussehen zu müssen.

00:29:17: Am meisten mochte sie diese Zeit aber, weil es mehr die Realität gezeigt hat und den jungen Mädels auch den Druck genommen hat.

00:29:25: Sie wünscht sich das dieser Trend noch bleibt.

00:29:28: Als sie Teenagerin war, war der Trend size zero was für sie und viele junge Mädels verunsichert war.

00:29:34: Diese Zeit wünschte sie sich nicht für junge Mädchen.

00:29:39: Und mittlerweile ja, Sirgi dass da eine Gefahr zuhör kommt... Ich sehe es sehr kritisch, weil heutzutage in Amerika bei uns ja auch schon mit der Abnehmenspritze.

00:29:54: Sie ist sehr, sehr kritische und ich hoffe dass das Trend nicht aufgegriffen wird.

00:30:01: Ich glaube er kommt trotzdem.

00:30:04: Ja, war schwierig!

00:30:07: Ich glaube, wenn der Trend kommt wieder nach dünner und dünter zu sein muss ich mitmachen.

00:30:12: Sonst habe ich keinen Job.

00:30:14: Also ich muss mir dann überlegen entweder ich hunge ob mich jetzt auch runter oder ich lasse es bleiben weil dann wird schwierig wenn alle auf den Zug aufsteigen.

00:30:24: das skinnischick modern ist da muss man mit machen.

00:30:29: im Modeln ist es echt so.

00:30:30: du musst mit dem Trends gehen sonst hast du keine Jobs.

00:30:35: Melanie ist sich bewusst, welchen Einfluss sie als Model auf Mädchen und Frauen hat.

00:30:40: Und dass sie mit ihrem Job auch in gewisser Weise die Schönheitsideale unterstützt.

00:30:46: Sie hat mir erzählt was es alles braucht damit so ein markloses Bild entsteht.

00:30:52: Dass so ein schönes, makelloses Foto entsteht.

00:30:54: Ich meine heutzutage mit JGPD und

00:30:56: etc.,

00:30:56: ist sowieso etwas anders.

00:30:57: Aber ich rede jetzt einfach von einem klassischen Fotoshooting um einen Vergleich zu tun mit der Person.

00:31:02: Man muss wissen dass das Model sich vorbereitet hat auf den Job entwässert hat, selbst bräuner drauf hat, Klingen gegessen hat, viel geschlafen hat usw.

00:31:14: Vielleicht da Lymphdrainage gemacht hat, Destinummer entwessert.

00:31:18: dann ist er Ultra guter Fotograf da, der genau war es.

00:31:22: von was für einer Perspektive fotografiere ich dieses Model.

00:31:25: Dass das gut ausschaut!

00:31:27: Die beste Mode dazu.

00:31:28: Das Beste Licht, das Beste Make-up, das beste Styling... Da spürt so viel zusammen.

00:31:35: und dann werden von Amazon Kampagnenfoto ... ... fünfhundert, sechshundert Fotos gemacht in ein paar Minuten natürlich aber da halt Vollgas Und dann wird auch eine Foto ausgewählt und das wird dann nur retuschiert Und dann kommt das raus.

00:31:52: Das heißt, das alles braucht es für ein richtig geiles Foto!

00:31:57: Und jetzt dann sich selber zu vergleichen und schaut man sie im Spiegel vielleicht in einem schlechten Licht?

00:32:02: Ja... Wer hat keine Cellulite?

00:32:04: Ganz ehrlich, wer hat nicht

00:32:06: Wassereinloggerungen?!

00:32:07: Wir sind Frauen, wir sind Frauenkörper, der sowieso immer anders ist im Zyklus.

00:32:11: Und das würde die Mädels mitgeben oder jungen Frauen mitgeben, dass man sich da nicht vergleichend darf.

00:32:19: Heute ist Melanie da, wo sie sich vor ein paar Jahren hingeträumt hat.

00:32:24: Ihr Alltag und ihre Wochen sind komplett unterschiedlich und bunt.

00:32:28: Sie reißt viel und erlebt ganz viel!

00:32:30: Die ersten beiden Tage der Woche ist sie im Büro – bevor die Woche dann richtig losgeht.

00:32:36: Ihr Leben besteht nicht mehr nur aus Personalakten- und Wörddokumenten.

00:32:41: Sie muss sich überlegen was in welchen Koffer kommt?

00:32:44: An einem Tag ist sie in Wien mit Koffa A. Koffer B ist auch schon gepackt, weil es gleich weiter nach München geht oder noch weiter in den Norden Deutschlands.

00:32:54: Dort lässt sie nach dem Job ihr Auto stehen und fliegt mit Koffa C nach Paris.

00:33:00: Ihr Leben ist sehr flexibel und spontan.

00:33:02: Es sind immer andere Orte, andere Kunden und ein anderes Team.

00:33:07: Manchmal muss die sofort anfangen alles zu packen um loszufahren.

00:33:11: Das ist auch der Grund warum es schwer für Sie und Models generell ist Freundschaften und Beziehungen zu führen.

00:33:18: Wenn ein Job reinkommt, sagt Melanie alles andere ab – da braucht es viel Verständnis von beiden Seiten!

00:33:25: Melanie hat keinen großen Freundeskreis.

00:33:28: Aber ein paar gute Freunde, die sie extrem unterstützen.

00:33:32: Das kommt natürlich vom Melanie an Sie zurück.

00:33:36: Als Model hat Melanie kein fixes Einkommen.

00:33:39: Viele ihre KollegInnen stressen das.

00:33:42: Durch ihren Job im Büro hat sie ein fixes Einkommen.

00:33:46: Das zur Not auch reicht und wenn viele gute Jobs reinkommen, ist das mega!

00:33:51: Wenn es mal weniger sind, ist es auch okay was er zusätzlich Sicherheit gibt.

00:33:56: Sie hatte noch nie eine Phase wo wirklich nichts reinkam.

00:34:01: Sobald sie sich denkt jetzt wäre ich langsam wieder verfügbar kamen bisher immer in den nächsten drei Tagen Anfragen rein.

00:34:09: Dafür muss man auch flexibel sein.

00:34:12: Es kam schon öfter vor, dass sie angerufen wurde und am übernächsten Tag der Shooting hatte.

00:34:18: Wenn sie weiß das am nächsten Tag ein Shooting ansteht ist sie der glücklichste Mensch!

00:34:23: Heute hat sie ihre Routine und weiß, dass Sie ihren Job gut machen wird – und es ist einfach pure Freude in ihr, das Machen zu dürfen was ihr Spaß macht.

00:34:33: Und auch das Feedback pusht sie jedes Mal.

00:34:36: Im Büro hörst du nicht nach jeder Aufgabe «das hast Du gut gemacht, sieht mega aus».

00:34:41: Das hört man beim Modeln viel öfter.

00:34:45: Und sie hat durch ihre Arbeit auch viel gelernt!

00:34:48: Sie reist alleine, sie organisiert alles alleine – sie wurde selbstständiger und selbstbewusster.

00:34:54: Früher war sie extrem schüchtern und hat kaum geredet.

00:34:57: Durch ihren Job konnte sie das komplett ablegen.

00:35:02: Melanie würde ihren Jugendlichen ich sagen dass sie alle Schalen aufbrechen soll.

00:35:06: Warte nicht, trau dich und starte los die dich wirklich unterstützen und mögen.

00:35:16: Melanie musste bei ihrem Zwischenton nicht lange überlegen, sie war Schüchtern, kam vom Land.

00:35:22: Ihre Eltern hatten einen konservativen Beruf – und sie hat als Kind nicht über die Norden hinausblicken können.

00:35:29: Manchmal denkt sie, Sie hätte viel früher dort sein können wo sie heute ist!

00:35:34: Sie hatte viel früher anfangen können sich mit ihr selbst zu beschäftigen und ein Zugang zudem zu bekommen was sie wirklich will.

00:35:42: Aber am Ende ist sie trotz den Steinen und Stoppstelltern am Ziel angekommen.

00:35:47: Sie möchte uns noch Folgendes mitgeben, du ähnelsst den fünf Menschen, mit denen du dem meisten Kontakt hast sehr!

00:35:55: Wenn diese Menschen negativ sind – oft nur das Schlechte sehen, sich nicht trauen, Strukturen aufzubrechen oder nicht die Möglichkeit sehen dann wirst Du es schwerer haben deine Ziele zu finden und sie zu verwirklichen.

00:36:09: Die Welt ist so groß, es gibt so unterschiedliche und viele Berufer.

00:36:14: Sie wünscht sich für alle jungen Mädchen das sie sich trauen über den Tellerrand zu blicken!

00:36:21: Und ja ich kann mir da Melanie nur anschließen.

00:36:25: Es war ein sehr besonderes Gespräch mit ihr.

00:36:28: Wir haben über Tabuthemen gesprochen darüber was Kommentare von außen mit uns machen wie wir beeinflusst und ausgebremst werden können Aber genauso können uns Kommentare stärken und pushen.

00:36:40: Wie Melanie gesagt hat, es ist wichtig die richtigen Menschen um dich herum zu haben – wenn sie genau so wie du an deine Ziele glauben, ist das für Dich einfacher Sie zu erreichen!

00:36:51: Was ist Dein Zwischenton?

00:36:54: Was hast Du über den Beruf Model gedacht und hat sich Deine Sichtweise geändert?

00:36:59: Lass es mich hier in den Kommentaren oder auf meinen Social-Media Kanälen zwischenton.podcast wissen.

00:37:06: Dort findest du wie immer ein Kapitelpost mit Bildern und Melanes Lieblingslied.

00:37:13: Ich hoffe, dir hat das Kapitel gefallen!

00:37:15: Und ich konnte mit dem etwas längeren Kapitel die Pause wieder gut machen.

00:37:19: Ich freue mich wenn Du das Kapiteln mit Deinen Freunden teilst.

00:37:23: Dem Podcast abonnierst und die Klocke aktivierst um kein Kapitel mehr zu verpassen.

00:37:28: Ich wünsche Dir eine schöne Woche.

00:37:30: Achte auf Dich und Deine Mitmenschen.

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