Bilder malen. Kunst als Berufung - Teil 2

Shownotes

14 Was macht Kunst und Kultur mit uns als Gesellschaft und Individuum?

Wie kann jeder von uns Kunst verstehen? Wie hat sich das Kennenlernen von Claudia und Martin auf ihre Art und Weise, Kunst zu verstehen und zu erschaffen, ausgewirkt?

Im ersten Teil haben wir die unterschiedlichen Kindheiten von Claudia und Martin kennengelernt: Wie sie zur Kunst kamen, ie sie ihre Kunst beschreiben und welche Hindernisse auf ihrem Weg lagen. Heute erfahren wir wie ihr gemeinsamer Weg weiterging und klären die oben genannten Fragen.

Tipp: Besuche sie in einem ihrer Ateliers: Linz, Volksgartenstraße 5 oder in Bad Zell, Marktplatz 11 Claudias Homepage: https://salvee.net/ Martins Homepage: https://molda.at/

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00:00:07: Hi, ich bin Helene und ich freue mich, dass du wieder eingeschaltet hast.

00:00:12: Das hier ist Teil zwei von Claudia & Martins Geschichte.

00:00:15: Wenn Du Teil eins noch nicht kennst, gehe einfach ein Kapitel zurück und komme danach wieder hierher.

00:00:22: Im letzten Teil haben wir die unterschiedlichen Kindheiten der beiden kennengelernt wie sie überhaupt zur Kunst kamen Wie Sie ihre Kunst beschreiben und welche Hindernisse auf ihren Wegen lagen Und schließlich wie sie sich kennengelernet haben.

00:00:35: Heute geht die gemeinsame Geschichte der beiden weiter, wie sich ihr Kennenlernen auf ihre Art und Weise Kunst zu verstehen und zu erschaffen auswirkte.

00:00:44: Was Kunst und Kultur mit uns als Gesellschaft und Individuum machen kann – und wie jeder von uns Kunst verstehen kann!

00:00:52: Hol dir ein Tee oder Kaffee und machst sehr gemütlich!

00:00:55: Ich wünsche dir viel Spaß beim folgenden Kapitel!

00:00:59: Den Einfluss, den das Künstlerpaar Claudia und Martin aufeinander haben spiegelt sich natürlich auch in ihrer Kunst wieder.

00:01:07: Sie inspirieren sich gegenseitig, indem sie über ihre Bilder sprechen und die des anderen immer wieder sehen.

00:01:14: Bei mir ist es einfach so durchs Zusammenleben, weil wir am Anfang zwei verschiedene Wohnbereiche gehabt haben an uns Artilier.

00:01:23: Dazu färbt dann sowieso immer, ob man mal Bilder fahren kann In der Wohnung hat unbewusst, was man sieht.

00:01:31: Wir haben ja eigentlich nicht nur zehn oder zwanzig Bilder in der Wohnung hängen, sondern wir sind sie glaube ich über hundert in den ganzen Räumen und das färbt ja.

00:01:42: am Anfang merkt man das gar nicht.

00:01:43: Das färgt einfach unbewusster ob.

00:01:45: man geht vorbei und dann nimmt die eigenen immer wieder jeden Tag anders, weil man ja stimmungsmäßig nie gleich ist, jeden Tag Die Kunst für die Menschen, mit denen man zusammenlebt, dass man jeden Tag das anders wahrnimmt.

00:02:04: Die Akte von dir was du machst und Frauenportreis, der Thema Weiblichkeit was du da transportierst in deiner Kunst, das färbt sicher ab immer.

00:02:15: Laudia hat von Martin auch neue Techniken kennengelernt.

00:02:18: zum Beispiel das Malen mit Fingern und Händen kannte sie zuvor nicht.

00:02:22: Für Sie gibt es mittlerweile nichts direkteres als mit den Händen in die Farbe zu tauchen und sie dann auf die Leinwand zu bringen.

00:02:30: Und auch Übermalungen kannte sie nicht, für Sie sah Malen immer so aus – eine leere Leinwand bei der man bei Null anfängt und wenn sie gefüllt ist, ist man fertig!

00:02:41: In den letzten zwanzig Jahren ist eine unzählige Vielfalt von Bildern in verschiedenen Techniken bei ihr entstanden.

00:02:48: Bei Martin sah das Malen etwas anders aus.

00:02:51: Es gibt Bilder, die er jahrelang immer wieder übermalte.

00:02:55: Eine kleine Anekdote dazu Beim Besuch im Atelier schaute meine Mama über eine Stunde lang ein einziges Bild an.

00:03:03: Am Ende ging sie zu Martin und fragte ihn ob ganz hinten leicht durchscheinend eine Kierfe zu sehen ist.

00:03:10: Martin musste selber das Bild eine Weile ansehen um zu erkennen und sich zu erinnern dass er irgendwann am Anfang dort eine Kirche gemalt hatte.

00:03:20: Zurück zur Geschichte Die größte Veränderung, die das Kennenlernen von Martin für Claudia bedeutete war das Kündigen ihres Jobs.

00:03:28: Die Sehnsucht nach der Kunst in ihr wurde immer größer – Martin gab mir den letzten Ruck sich zu trauen, ihr normales Berufsleben sukzessiv zu kürzen und immer mehr in die Kunstwelt einzusteigen!

00:03:41: Wenn Claudia um Marty malen ist jeder in seinem eigenen Atelier und arbeitet in Stille vor sich hin.

00:03:47: Früher hat Martin immer mit Musik gemalt und nicht selten hatte sich von der Melodien inspirieren lassen.

00:03:53: Heute braucht er stille, um in den richtigen Flow zu kommen – aber sie holen sich immer wieder während des Prozesses die Meinung des anderen.

00:04:02: Oft reden Sie am Abend einfach nur über Ihre Fortschritte.

00:04:06: Oftmals sind die beiden zu kritisch mit Ihren Bildern.

00:04:09: In manchen Fällen zu wenig!

00:04:11: In diesen Situationen helfen sich die beiden, indem sie zuhören wie ihr Bild in den Augen des anderen wirkt.

00:04:18: Das hilft ihnen immer wieder auf die Sprünge!

00:04:21: Claudia liegt noch im Bett als sie den Duft vom Frühstück wahrnimmt.

00:04:25: Martin war zehn Minuten vor ihr aufgestanden und hat wie immer das Frühstuck hergerichtet.

00:04:31: Während des Essens besprechen Sie ihren Tag.

00:04:34: Der ideale Tag beginnt für Claudia mit einem Langspaziergang oder Morgengönastik – meist gemeinsam mit Martin.

00:04:41: Wenn sie nicht gemeinsam gehen, verbringt Martin eine Stunde mit Tennis spielen.

00:04:46: Dabei bekommt er seinen Kopf ganz frei – ist ausgebaut und kann zufrieden den restlichen Tag bestreiten.

00:04:52: Danach geht es für die beiden ab Mittag für den Restlichen Tag ins Atelier.

00:04:57: Ihr Tagesablauf zeigt bereits den größten Unterschied zu einem normalen Bürojob.

00:05:02: Sie können sich ihren Tag ganz frei einteilen!

00:05:05: Bevor Marty mit dem Malen beginnt, spürt er immer einen Kribbeln in seinen Fingern Die Lust, der Drang und die Inspiration, die ihn ins Atelier zieht.

00:05:15: Er liebt die Freiheit jederzeit losfahren und starten zu

00:05:18: können.".

00:05:19: Claudia hat anders als Martin fast ihr halbes Leben im klassischen Büroalltag gelebt.

00:05:24: Sie ist damit auch gut zurechtgekommen und hat jeden Job immer gerne gemacht!

00:05:29: Erst im Vergleich, wie sie ihre Kreativität in ihrer Selbstständigkeit entwickelt hat merkt er sich, dass es sehr viel mehr Raum braucht für Kreatativität und Inspiration.

00:05:40: Als Grafikdesignerin und Artdirektorin brauchst du deine Kreativity fünf Tage die Woche zur gleichen Zeit auf Knopfdruck.

00:05:49: Als freischaffende Künstlerin kann sie ihren eigenen Rhythmus leben.

00:05:55: Für Claudia ist diese Freiheit, ihren Tag ihr Leben selbst entscheiden zu können – das Wertvollste was es gibt.

00:06:19: dafür sorgt, dass es schön ist und an sich gearbeitet hat.

00:06:23: Dass das jetzt sich auszahlt und wir die Früchte ernten.

00:06:28: Was nicht heißt, dass immer nur gemalte Wiesen sind beim Malen zum Beispiel sondern da gibt's auch immer wieder... Phasen wo du merkst, da bist du mit dem Scheitern konfrontiert.

00:06:40: Du hast Ideen im Kopf

00:06:41: und merkst

00:06:42: ja es sind Wirklichkeit.

00:06:43: Ständige Scheittern immer ein ständiges Scheit dann immer wieder aufstehen weitermachen

00:06:49: wie

00:06:49: ein

00:06:49: Kind.

00:06:50: Du musst wieder auf stehen weiter gehen Und auf einmal ist der Knopf geöffnet.

00:06:55: Dann fließt es wieder, dann denkt man sich, wie wir das Bild jetzt entstanden sind.

00:06:59: Das ist eine ständige Übung immer wieder dran bleiben und üben.

00:07:06: Es ist auch nicht leicht, weil du immer wieder, damit du nicht nur das Gleiche wiederholst in was Neues gehst.

00:07:12: D.h.,

00:07:13: dafür musst du in dir selber in neue Teile gehen und dich neu betrachten.

00:07:19: Weil es sehr viel leichter im Gewunden zu sein!

00:07:22: und sich im gewohnten zu bewegen.

00:07:26: Und so ist es halt auch die Herausforderung, in sich immer wieder etwas Neues zu entdecken – und das

00:07:32: auszudrücken.".

00:07:34: Der Beruf der Künstlerin und des Künstlers heißt nicht nur gemälde zu malen.

00:07:39: Zu den administrativen Aufgaben gehört Werbung für sich um seine Bilder zu machen.

00:07:44: Claudia kommt zwar beruflich aus diesem Bereich diese Aufgabe fällt ihr aber trotzdem nicht leicht.

00:07:50: Bei einem Kunden siehst du schnell einmal das ganze Teamfeld und bist nicht so sehr involviert wie bei dir selbst.

00:07:58: Es gehört auch viel organisatorischer dazu, zum Beispiel viele Telefonate zu führen, E-Mails zu schreiben passende Ausstellungsräume zu finden und dann die Ausstellung selbst vorzubereiten und vieles mehr.

00:08:11: Wie Martin mit dem Verkaufsdruck umgegangen ist haben wir bereits im ersten Teil erfahren.

00:08:16: Claudia ist damit ähnlich umgegangene.

00:08:19: Auch sie empfand den Druck, etwas verkaufen zu müssen als extrem hemmend.

00:08:23: Denn natürlich kommen dann irgendwann Gedanken auf wie Wie sahen die letzten Bilder aus, die verkauft wurden?

00:08:30: Was würde den Käufern gefallen?

00:08:32: Fragen, die die Kreativität und vor allem die Einzigartigkeit ausbremsen.

00:08:37: Um diesen Druck zu entkommen hat Claudia weiterhin frei beruflich immer wieder Aufträge im Bereich Grafik- und Design angenommen.

00:08:49: Ich wollte, dass sich das frei entfaltet und unabhängig davon.

00:08:54: Weil ansonsten wird ja der Erfolg auch immer nur gemessen.

00:08:58: Ja wie viel verkaufst du?

00:08:59: Kannst du davon leben?

00:09:00: Das hat mit der Qualität und der Schönheit der Bilder nichts zu tun.

00:09:05: Gar nichts!

00:09:06: Sondern da wirst du einfach in irgendwelchen Kategorien gesteckt.

00:09:10: Und weil die Leute sich das nicht vorstellen können.

00:09:12: Die wissen überhaupt nicht was dafür prozesseinnerlich abgehen.

00:09:35: Martin hat mir erzählt, dass wir in Österreich oder generell im deutschsprachigen Raum etwas anders ticken.

00:09:41: Ein holländischer Maler-Kollege war nach seiner ersten Minissage in Österreich richtig überrascht, dass die erste Frage und die, die er an jenem Tag am häufigsten gehört hatte, folgende war.

00:09:54: Kannst du von der Kunst leben?

00:09:56: Wenn diese Frage Claudia O'Martin gestellt wird und sie mit Ja antwortet merken Sie wie ihr ansehen und ihre Bilder sofort im Wert steigen!

00:10:05: Martin hat sich früher mit ein paar Kollegen ab und zu die Challenge gestellt, eine Venissage zu analysieren.

00:10:12: Wie lange werden Bilder angeschaut?

00:10:15: Die meisten gingen nach spätestens zehn Sekunden weiter zum nächsten Bild.

00:10:20: Wenn jemand eine Minute vor einem Bild stand, starr er heraus – und wenn sich jemand über drei Minuten dasselbe gemälde anschaufte, war es die Ausnahme!

00:10:29: Aus der Sicht der Künstler ist diese Zeit wenig….

00:10:32: Die Entstehungszeit der Bilder geht oft über Wochen, Monate oder Jahre wenn sie immer wieder übermalt werden.

00:10:39: In den Bildern stecken Emotionen, Botschaften und die tiefsten Gedanken und Empfindungen der Künstler.

00:10:45: Da fühlt sich eine Minute in der ein Bild angeschaut wird – kurz an!

00:10:51: Bei dem meisten Bildern von Martin stehen Wörter- oder Zeichen unter dem Bild.

00:10:56: Es ist das erste was er macht wenn er vor einer neuen leeren Leimwand steht.

00:11:00: Er beginnt mit Zeichen oder Worten.

00:11:03: Manchmal scheinen diese am Ende noch durch, wenn man ganz genau hinschaut – in anderen Fällen sieht man sie gar nicht mehr.

00:11:09: aber er und auch andere können die Energie der Worte spüren.

00:11:14: Für Claudia und auch Martin hat jedes Bild ein Geheimnis oder eine Botschaft, die anfangs der Verstand nicht greifen kann.

00:11:21: Etwas das sich versteckt und sich erst nach einer Zeit offenbart.

00:11:25: Et was dass für dich eine Bedeutung hat!

00:11:28: Und dieses Etwas kann für jeden eine andere Sache sein.

00:11:32: Claudias Anliegen ist es, mit ihren Bildern Menschen zu berühren und zu inspirieren.

00:11:38: Wenn man Bilder in die Chance gibt, kann man daraus Kraft, Inspiration, Energie oder Ruhe schöpfen!

00:11:45: Martin hat sich viele Gedanken darüber gemacht wie man Menschen dazu bringen kann, die Kunst wirklich anzusehen.

00:11:52: So entstand auch seine Performance live vor Publikum zum Malen.

00:11:56: Er brauchte teilweise Monate, diese Events vorzubereiten.

00:12:00: Er beschreibt es wie eine Theateraufführung.

00:12:03: Es gab einen Plan Die Achtsamkeit des Scenes Ein Drehbuch und Musik die die Spannung aufbaute.

00:12:10: Und auch Ausstellungen hat er geplant durchdacht Aufbereitet und darauf hingearbeitet die Menschen zum Betrachten zu bewegen.

00:12:19: Heute sehen Martin und Claudia die Sache gelassener.

00:12:22: Es gibt Menschen die sich für Kunst interessieren und sich darauf einlassen können Und Menschen, die Vinissagen zum Beispiel als gesellschaftliche Anlässe sehen.

00:12:31: Was genau so okay ist!

00:12:34: Man muss jedem zugestehen dass er iswir ist und wenn jemand hinkommt neugierig ist aber es spricht ihn nicht an dann ist das genauso in Ordnung weil jeder Mensch iswyr ist wie gesagt und dafür entstehen eben teilweise wie du eben auch gesagt hast tiefe und gute Gespräche wo man einfach merkt dieser Mensch der sich dann wirklich interessiert, der steigt ja noch tiefer ein.

00:13:01: Und da kommen dann gegenseitig inspirierende Sachen raus.

00:13:05: also wo man einfach von den eigenen Prozessen erzählt und du spürst der Mensch, der will nicht nur wissen wer versteht das und den inspiriert selber und das ist natürlich sehr

00:13:18: bereichernd.".

00:13:20: In die Bilder von Claudia O'Martin fließen hundert Töpfen stunden und nicht nur Zeit, sondern auch ihr innere Prozess, Gefühle und Gedanken.

00:13:29: Ich glaube das ich an ihrer Stelle schwer Bilder verkaufen und hergeben

00:13:32: könnte.".

00:13:34: Martin ging es die ersten fünf Jahre genauso – er hat immer nur für sich selbst gemalt und nicht daran gedacht welche zu verkaufen!

00:13:41: Ein Freund schlug ihn damals eine Ausstellung vor bei der er als seine ersten Bilder verkaufte.

00:13:46: Schnell lernte er und sah er auch bei anderen Künstler innen Bilder, die man noch bei sich behalten möchte werden gar nicht ausgestellt.

00:13:55: Meist haben Claudia und Martin ihre neuesten Werke ein paar Monate bis Jahre bei ihnen in der Wohnung

00:14:01: hängen,

00:14:01: bevor es sich richtig anfühlt sie zum Verkauf anzubieten.

00:14:06: Sie haben einen Quadratmeter-Preis, der die Richtschnur bildert – Ihre Lieblingsbilder kosten dann meist etwas mehr!

00:14:14: Claudia stellt sich gerne vor dass sie ihre Exponate ziehen lässt so das sie ihr neues Zuhause finden und andere Menschen Freude schenken.

00:14:23: Die wenigsten von uns wissen, wie viel Zeit ein Gemälde benötigt.

00:14:26: Man sieht meist nur das Bild, dem Preis vielleicht die Materialien und das Handwerk.

00:14:32: Aber wie lässt sich ein schöpferischer Prozess bemessen?

00:14:35: Claudia und Martin können diese Frage schwer beantworten!

00:14:39: Wie Martin die erste Schicht eines Bildes grundiert entsteht eine Trocknungszeit von ca.

00:14:45: einem bis zwei Wochen Und Martin hat keine zwei oder drei Übermalungen sondern eher zehn auf jeden Werk Bis ein Exponat fertig ist.

00:14:54: von der Vorbereitung bis zum Malen fließen auf zehn bis fünfzig Stunden reine Arbeitszeit hinein.

00:15:02: Okay, wir haben jetzt immer wieder gehört dass Claudia Umate mit ihren Bildern etwas geben möchten – Emotionen, Inspiration, Kraft und auch Ruhe!

00:15:12: Dass jedes Gemälde ein Geheimnis birgt das ich erst zeigen muss.

00:15:16: Aber wie zeigt sich dieses Geheimniss?

00:15:18: Kann ich und auch du Kunst verstehen?

00:15:21: Und was bedeutet eigentlich die Kultur für unsere Gesellschaft?

00:15:26: Kurzer Exkurs.

00:15:28: Unsere Gesellschaft ist eng mit der Kunst und Kultur verwoben, ich dachte, ich wusste vor diesem Kapitel schon, was Kultur bedeutet.

00:15:35: Aber es gehört doch mehr dazu als ich dachte!

00:15:39: Zu unserer Kultur gehören die Architektur, Musik, Galerien- und Denkmiler genauso wie die Musik mit ihren Theatern und Konzerthäusern die Literatur und die bildende Kunst.

00:15:51: Unterbildender Kunst versteht man unter anderem die klassische Malerei, Skulpturen, Grafiken, Fotografie- und Street Art.

00:16:00: Zur Kultur gehören aber genauso die Kulinarik, Feste, Bräuche Sprache und Dialekte sowie die Gesellschaft selber mit ihren Vereinen und der Art des Zusammenlebens.

00:16:12: Wenn die Kultur und das vorhin genannte alles vernachlässigt wird würde es draußen leerer werden.

00:16:19: Was würde man in den Städten machen, wenn es keine Theater-, Museum-, Kinos-, Cafés- und Restaurants gebe?

00:16:26: Wenn es die Wiener Festwoche, die Salzburger Festspiele, das Donorinselfest – und generell keine Konzerte und Festivals, die über das ganze Land verstreut sind, nicht stattfinden.

00:16:37: Wenn Gebäude ohne Architektur gebaut werden, sondern nur um deren jeweiligen Zweck zu erfüllen!

00:16:43: Oft wird von der Meinungsfreiheit gesprochen.

00:16:46: und wie wichtig dies ist… Ist sie auch?

00:16:49: Genauso wichtig ist aber auch die freie Kunstzene.

00:16:53: Mit Texten der Literatur, mit Songtexten, mit gemäldem Filmen und Fotografie kann Kunst – die Gesellschaft um Politik hinterfragen!

00:17:02: Sie bietet uns die Möglichkeit, die Welt mit den Augen anderer zu sehen.

00:17:06: Mir und wahrscheinlich vielen von uns kann Musik helfen Emotionen zu fühlen und so verarbeiten.

00:17:12: Genau das können auch Bilder auch wenn man sich auf die Bilder anders einlassen muss als wie auf Musik.

00:17:19: Kunst und Kultur schaffen einen Gefühl von Zusammengehörigkeit, die heute immer wichtiger wird – Exkursende.

00:17:27: Claudia und Martin finden das es wichtig ist dass ich Kinder in der Schule mit Kunst und Kultur beschäftigen dürfen und können und nehmen alles viel klarer wahr als wir.

00:17:39: Ja und ich glaube auch, dass auch mit Farben Die gesamte Kunst fördert so die Kreativität von jedem einzelnen Menschen, die regt an.

00:17:51: Die regt auch an Dinge anders zu betrachten Perspektiven zu wechseln Auch wenn man sagt das ist ein bisschen komisch Befremdlich vielleicht Aber es regt An über Sachen nachzudenken viel mehr als Wenn Man Jetzt nur irgendwelche Zahlen lernt oder So.

00:18:05: Die sind auch wichtig keine Frage.

00:18:07: aber zur Entwicklung und nämlich auch für junge Menschen glaube ich ist Kunst extrem wichtig, auch um in Kontakt mit der eigenen Kreativität zu kommen.

00:18:19: Wo

00:18:20: die Orientierung kommt und diese Kreativity auch geweckt wird.

00:18:25: Wir nehmen die Welt überhaupt wahr über alle Sinne, möchte ich mal sagen.

00:18:30: Und diese Sinne werden gefördert, da werden Reize ausgesendet und wo man dann sich selber letztlich besser kennenlernt.

00:18:56: In

00:18:59: unserer Gesellschaft gibt es die Norm.

00:19:01: Wir kommen in die Schule und sollen diese gut abschließen, danach folgt eine Lehre oder ein Studium bevor wir uns den passenden Job

00:19:08: suchen.".

00:19:09: Und wenn wir dort erfolgreich sind, uns hochgearbeitet haben und damit ein Einkommen gesichert haben kommt die Partnerschaft mit Kindern.

00:19:17: Und in diesem linearen Lebensverlauf sollen bitte alle immer glücklich und zufrieden sein!

00:19:23: Diese Erwartung muss gar nicht an einem Dirig gestellt werden – alleine dass ein Großteil unserer Gesellschaft danach lebt reicht um Druck auszulösen….

00:19:33: Damit besteht unser Leben oft daraus, Aufgaben nacheinander abzuarbeiten und wir fühlen uns vielleicht wie in einem Tunnel.

00:19:40: Kunst könnte einen helfenden Tunnel einmal zu verlassen um Luft holen zu können.

00:19:45: Man muss sich auf das Bild vor einem einlassen kann Sich Zeit nehmen oder besten nicht nachdenken sondern fühlen.

00:19:53: Es kann eine Pause vom Alltag sein die einen entschleunigt.

00:19:56: Kunst kann den Sinn für Schönheit und für Wahrnehmung generell schärfen

00:20:04: für alles und damit entscheiden geprägt.

00:20:09: die nächste Gesellschaft, unsere Kinder oder die Kinder sind unsere nächste Gesellschaft.

00:20:13: Das wird völlig unterschätzt nach meiner Meinung.

00:20:15: auf die muss so acht gegeben werden weil das ist was der nächste Schritt der Gesellschaft ausmacht und das gehört gefördert da gehören.

00:20:25: im Grunde muss achtsamkeit

00:20:28: auch behutsam

00:20:30: und Wahrnehmung jetzt nicht zu sehr bremsen, aber einfach dieses Zu-Schulen.

00:20:35: Zu schauen, bewusstzuschauen, Bewusstheit und Entschleunigung und auch dass die Qualitäten Schönheit genauso wie für Fülle Dankbarkeit Liebe all das gehört doch

00:20:48: dazu.".

00:20:51: Martin hat einige Jahre viele Workshops in Kindergärten, Volksschulen und Hauptschulen geleitet.

00:20:57: Bei einem dieser Workshops war Martin in einen Kindergarten und hat mit den Kindern ihre Schutzengel gemalt.

00:21:04: Am Ende kamen die Kinder auf ihn zu, um wollten ein Autogramm haben – das hat ihn überrascht und sehr berührt!

00:21:11: Für Martin war dieser Moment einer seiner größten Erfolge bei dem Workshop.

00:21:15: Für ihn wäre es der nächste schöne Workshop gewesen aber für die Kinder war es so besonders dass sie den Tag für Martin besonders gemacht haben.

00:21:24: Das Malen war für die Kinder so einzigartig, dass sie sogar ein Autogramm von ihm haben wollten.

00:21:30: Ein Privileg ist es wir ihn auch in unserer Gesellschaft, vierzig Jahre lang künstler sein zu können und das mit unzähligen Vinissagen und einmaligen Momenten – und natürlich ist Martin sehr stolz auf seine Tochter Magdalena, die heute Kunsthistorikerin ist!

00:21:47: Für Claudia ist der größte Erfolg, dass Sie beide das leben können was sie lieben.

00:21:52: Sie haben einen sozialen Reichtum, den man nicht mit Geld kaufen kann – ihre Freunde, ihre Beziehung und Ihre gesamte Familie.

00:22:00: Und Claudia ist sehr dankbar dass sie ihre Talente leben kann!

00:22:04: Das singe mit ihrer Zwillingschwester Tina in ihrer Band First Avenue und das Malen.

00:22:10: Claudia und Martin haben sich gefunden, nicht über die Gegensätze sondern über die Gleichheit.

00:22:16: Sie sind Menschen, die ähnliches erlebt haben, in die gleiche Richtung gehen, gleiche Werte und gleiche Ziele haben….

00:22:22: Sie sind beide große Freigeister.

00:22:24: All das lieben und wertschätzen sie aneinander.

00:22:27: Zwischen Malen, Gesprächen, gemeinsamen Spaziergängen und Vinissagen wurde ihre Verbindung immer tiefer.

00:22:34: Seit zwanzig Jahren sind sie ein glückliches Paar und seit fünf Jahren verheiratet.

00:22:43: Zum Erreichnis.

00:22:47: Ja,

00:22:49: zum Erreichnis.

00:22:50: Das ist

00:22:52: schon

00:22:52: super und wir wissen auch dass der Wert unserer Bilder steigt auf jeden

00:22:56: Fall.

00:22:56: Also in einem Museum ausstellen ist sicher ein schönes Ziel

00:23:01: z.B.,

00:23:02: aber es ist auch nicht mehr so wie früher sondern wenn sie es ja gibt ist es schön, aber das ist auch noch nicht so auf der Liste, dass ich sage man ist nicht erreichbar als furchtbar, sondern da man lernt auch immer älter wird, dass man irgendwie dankbarer wird.

00:23:17: immer am Anfang ist alles selbstverständlich.

00:23:19: Und auf einmal merkt man, es eigentlich gar nicht allzu selbstverständlig und man wird dankbarer und irgendwie innerlich nicht so getrieben und ruhiger gelassener.

00:23:29: Das ist auch der Vorteil wenn man eine Lebenserfahrung hat.

00:23:32: Man wird innerlich gelassenheitend das ist ein Reichtum und man denkt warum?

00:23:37: Du brauchst mich nicht mehr aufregen!

00:23:38: Das ist so, man kann schneller erledigen abhacken wo ich früher länger gebraucht habe.

00:23:45: Das ergibt sich dann auf einmal so, dass man denkt ja natürlich auch die Schulung bei der Malerei ist eine tägliche Schulung.

00:23:54: Früher habe ich glaubt ihm muss das Bild in einen Tag fertig bringen wenn er ins Atelier geht, dass es nach acht Stunden fertig wird bis ich merke, na das geht's ja nicht aus!

00:24:04: Bei manche Bilder kannst du gelingen, das braucht ein Wochen des Bilders und andere braucht nur länger und dann merke ich im Alltag das Gleiche und dann muss es nicht heiz sein.

00:24:13: Man muss mit sich selber gelassener und liebevolle umgehen.

00:24:19: Das ist ja jeden Tag eine Herausforderung, wenn man denkt, warum stresst man das eigentlich noch?

00:24:24: Was ich erlebt habe.

00:24:25: Da hat man schon gewisse Erlebenserfahrungen, wo ich sage, da gibt es auch wieder

00:24:29: Lösungen.".

00:24:32: In Claudia hat unser Gespräch Dankbarkeit ausgelöst.

00:24:35: Sie ist dankbar für alles was sie bis jetzt gelebt und erlebt hat und schließt mit den Satz ab – das Leben ist schön!

00:24:42: Eine Botschaft, die sie dir mitgeben möchte ist, lasst uns alle viel mehr leben, lieben und genießen.

00:24:48: Das Leben ist ein Geschenk das wir leben

00:24:50: sollen.".

00:24:51: Martins Zwischenton geht in die ähnliche Richtung.

00:24:54: Er ist dankbar dass er in unserer Gesellschaft ein derartig freies und unabhängiges Leben führen kann.

00:25:01: Und was mir erst schon gesagt haben, das was man eigentlich lieben, glaubt ihr an dich?

00:25:06: Dass wir das eigentlich jeden Tag leben können!

00:25:10: Totales Geschenk, wenn wir darüber reden jetzt.

00:25:12: Weil man ja dann fokussiert ist auf unsere Themen, dass man sagt was deine Fragen, deine Fragenstellungen, wo man auch dann die vereintauchen kann, weil sie super sind.

00:25:22: Deine Fragen das man dir vereintaucht und dann eigentlich dass man sich wieder bewusst wird, was man eigentlich schon gelebt hat.

00:25:30: Okay!

00:25:31: Und mein Zwischenton?

00:25:33: Ich hatte anfangs wieder den gleichen Gedanken wie schon bei Teil eins.

00:25:37: Ich bin dankbar, dass ich durch Zwischenton die Möglichkeit habe in Themen einzutauchen mit denen ich zuvor wenig bis kein Kontakt hatte.

00:25:46: Genauso beschäftigt mich noch das Thema Freiheit und sich trauen seinen eigenen Weg zu gehen – Die Thematik hat im ersten Teil begonnen.

00:25:55: Martin, der sein Weg gegangen ist, gemalt und verschiedene Jobs hatte um danach wieder für die Kunst zu leben, die in den Meinungen seines Umfüllers unter Gesellschaftswenig ausmachte.

00:26:06: Auf der anderen Seite Claudia, die ihren Drang zur Kunst immer wieder hinten anstellte.

00:26:11: Weil Selbstzweifel und die Zweifel ihres Umfelders sie immer wieder zurückhielten – zwei Menschen, die ähnliches auf so unterschiedliche Weise erlebt haben, die sich treffen um sofort ergänzen, die das Beste von jeweils anderem herausholen und gemeinsam ihre Freiheit finden, gemeinsam ihren Rhythmus- und Routinen selbst bestimmen und die nach ihrem Gefühl handeln und leben!

00:26:36: Was ist dein Zwischenton?

00:26:38: Hast du dich schon mal mehr mit Kunst beschäftigt?

00:26:41: Lass es mich hier in den Kommentaren oder auf meinen Social-Media Kanälen zwischen tonen.podcast wissen, dort findest Du auch wie immer ein Kapitelpost mit dem Bildern von Claudia und Martin und ihre Kunst!

00:26:54: Falls Du die beiden und Ihre Kunst kennenlernen willst besuche sie in Ihren Ateliers Inlands, Volksgartenstraße Fünf oder im Parzell Markplatz Elf.

00:27:03: Am besten schaust du einmal auf ihre Homepages, die ich in der Folgenbeschreibung verlinke vorbei.

00:27:08: Sie freuen sich immer wieder über ein gutes Gespräch!

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